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Kritik an Wissenschaft

Papenburger Tüftler im „Land der Ideen“ - Wirbelwandler-Idee von Bundespräsident ausgezeichnet

Vom 20.12.2010, 23:00 Uhr, zuletzt aktualisiert 20.12.2010, 22:59 Uhr
Anerkennung: Wolfgang Gesen (rechts), Geschäftsführer der Papenburger Firma egm-International, freut sich über die Auszeichnung als Ort im „Land der Ideen“ durch Juliane Hawelmann, Botschafterin der von Bundespräsident Christian Wulff unterstützten Aktion.Foto: Holger HartwigAnerkennung: Wolfgang Gesen (rechts), Geschäftsführer der Papenburger Firma egm-International, freut sich über die Auszeichnung als Ort im „Land der Ideen“ durch Juliane Hawelmann, Botschafterin der von Bundespräsident Christian Wulff unterstützten Aktion.Foto: Holger Hartwig

hh Papenburg. Ideellen Rückenwind für die Weiterentwicklung ihrer Technologien rund um eine energetische Nutzung von Kohlendioxid hat die Papenburger Firma egm-International durch eine Auszeichnung von Bundespräsident Christian Wulff erhalten. Das Unternehmen ist als einer von 365 Orten im „Land der Ideen“ anerkannt worden.

Bei dem Wettbewerb, der eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ist, werden zukunftsweisende Ideen für den Wirtschaftsstandort Deutschland prämiert. Eine Jury aus Vertretern von Wirtschaft und anerkannten Wissenschaftlern diverser Forschungseinrichtungen hatte die Entwicklung des emsländischen Unternehmens, mit seinem sogenannten Wirbelwandler Kohlendioxid nutzbringend zu entsorgen (wir berichteten), aus über 2200 Bewerbungen als zukunftsweisend ausgewählt.

Wolfgang Gesen, Geschäftsführer von egm-International, machte bei der Preisverleihung in Papenburg deutlich, welch hohen Wert diese Auszeichnung für ihn und seine Mitstreiter habe. „Energie, Ernährung und Umweltschutz sind die Probleme der Zukunft. Wir wollen die Wirbelwandler-Technologie als neue Umwelt- und Energietechnologie vorantreiben und Lösungsansätze für diese Herausforderungen erarbeiten. Auf dem Weg dorthin werden wir nun durch diese Auszeichnung in unserem Engagement bestätigt – wir sind stolz, ein ‚ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein“, so der Unternehmer.

Er und sein Team seien in den vergangenen Jahren mit ihren Ideen bei Wissenschaft und Politik „leider immer wieder gegen Wände angelaufen“. So habe beispielsweise für zwei Ministerien in Niedersachsen ein Wissenschaftler die Entwicklung mit der Begründung abgelehnt, weil „die Ergebnisse wissenschaftlich nicht erklärbar seien. Er hat sich aber nicht einmal die Mühe gemacht, die Proben der Stoffe, die unser Wirbelwandler erzeugt, zu öffnen und zu prüfen“.

Gesen sagte, dass es nun das Ziel sei, durch ein Joint Venture mit der Emirates Investment Group aus Abu Dhabi die Entwicklung der Techniken zur industriellen Reife voranzutreiben. Gesen: „Wir starten in Kürze in Malaysia drei Projekte in den Bereichen Wasseraufbereitung, Anti-Korrosion und der Streckung von Palmöl unter Verwendung von Kohlendioxid.“ Zudem sei geplant, in 2011 in Papenburg ein Forschungszentrum aufzubauen.

Bei der Preisverleihung machte Juliane Hawelmann, Botschafterin der Initiative „Land der Ideen“, deutlich, dass „mir die Schilderungen von Herrn Gesen, wie ablehnend auf die Idee reagiert wurde, durchaus bekannt vorkommen“.

Seit fünf Jahren erlebe sie es immer wieder, dass Entwicklungen in Deutschland auf Ablehnung stießen und dann mit Unterstützung aus dem Ausland umgesetzt würden. Sie hoffe, dass die Firma egm-International mit der Zusammenarbeit mit Abu Dhabi den richtigen Weg gefunden habe, „um ihre Idee, Kohlendioxid vom Klimakiller zum Problemlöser zu machen, erfolgreich umsetzen zu können“.