12.09.2026 n. Chr. 09.08 Uhr
Original: Miracle of love, Stories about neem karoli baba
von ram dass - auf Deutsch übersetzt
Deutscher Titel: Subtil ist der Pfad der liebe.
Da dieses Buch auf Deutsch zu gegenwärtigem Zeitpunkt weder im Handel
erwerbbar ist, noch in Antiquariaten, und da man an ein PDF auf Deutsch nicht
heran kommt, habe ich beschlossen, es in Auszügen auf Deutsch nochmal zu
übersetzen, da immerhin ein PDF der englischen Originalausgabe verfügbar ist. Da
bemühe ich dann ein Übersetzungsprogramm, und lese quer, ob es inhaltlich
stimmig ist, und nehme dann halt kleinere oder größere Abänderungen vor, wenn
was verschluckt wird, nicht genau übersetzt, oder man den Text flüssiger lesbar
gestalten kann. Im Wesentlichen werden erst einmal die Begebenheiten mit maharaj
ji übersetzt, welche "fetzen", zum Schmunzeln anregen, tiefe Einblicke geben,
auch in die natur von wirklichkeit, kurzum, welche die Einsicht des menschen
über das Wesen von dem ganzen (Theater hier) bereichern. Da es ja seit geraumer
Zeit, also 100 Jahre ungefähr klar ist (Doppelspaltexperiment, Quantenmechanik,
delayed Quantum Choice Eraser Experiment und andere), dass diese wirklichkeit
virtuell ist, und letztlich ein Phänomen von Bewusstheit, ist damit auch klar,
dass es hier letztlich kein "physisches Limit" geben kann, was hier überhaupt
möglich ist, denn seit 100 Jahren ist klar, physisch ist (letztlich): garnichts.

Naja, und hier kann man jetzt halt lesen, was so alles in dieser wirklichkeit "geht" - wenn man die Freigaben hat ...

Diese Karte hier ist sehr hilfreich, sie zeigen die hauptsächlichen Stätten
seines Wirkens im Norden Indiens

Zur weiteren Orientierung, wo wir im Buch sind (englische Fassung), packe ich oben rechts immer die Seitenzahl hin, bei welcher eine Begebenheit mit maharaj ji beginnt. Die Einleitungen zum Buch habe ich (erstmal ?) ausgelassen, es beginnt gleich mit der Begebenheit, wie ram dass das erste Mal auf maharaj ji trifft.
13.09.2026 n. Chr. 07.13 Uhr
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Seite 1
Ich war mit einem jungen Mann aus dem Westen in Indien unterwegs. Wir waren mit einem Land Rover, den ich mir von einem Freund ausgeliehen hatte, in die Berge gefahren, um den Guru dieses Mannes aufzusuchen und Hilfe bei seinem Visumsproblem zu bekommen. Ich war schlecht gelaunt, da ich zu viel Haschisch geraucht hatte, schon „zu lange“ in Indien war und ohnehin kein besonderes Verlangen verspürte, einen „Guru“ zu besuchen. Wir hielten an diesem Tempel an, und er fragte, wo der Guru sei. Die Inder, die sich um das Auto versammelt hatten, zeigten auf einen nahe gelegenen Hügel. Im Nu war mein Begleiter aus dem Auto und rannte den Hügel hinauf. Die Inder folgten ihm und schienen begeistert, den Guru sehen zu können. Ich stieg aus dem Auto. Nun war ich zusätzlich verärgert, weil mich alle ignorierten. Ich rannte ihnen hinterher, barfuß, diesen felsigen Pfad hinauf, und stolperte die ganze Zeit. Ich wollte den Guru sowieso nicht sehen, und was zum Teufel sollte das alles? Hinter einer Kurve des Weges gelangte ich zu einem Feld mit Blick auf ein Tal, und auf dem Feld saß unter einem Baum ein Mann in den Sechzigern oder Siebzigern, der eine Decke um sich gewickelt hatte. Um ihn herum standen acht oder neun Inder. Mir wurde bewusst, wie schön dieses Bild war – die Gruppe, die Wolken, das grüne Tal, die visuelle Reinheit der Ausläufer des Himalaya. Mein Reisebegleiter rannte auf diesen Mann zu und warf sich auf den Boden, wobei er ein „Dunda Pranam“ (eine vollständige Niederwerfung [sich flach auf den Bauch legen]) vollführte. Er weinte, und der Mann streichelte ihm über den Kopf. Ich war immer verwirrter. Ich stand abseits und dachte: „Ich werde seine Füße nicht berühren. Das muss ich nicht. Ich bin nicht dazu verpflichtet.“ Hin und wieder blickte dieser Mann
zu mir auf und zwinkerte mir leicht zu. Seine Blicke machten
mich nur noch unbehaglicher. Dann sah er mich an und begann,
auf Hindi zu sprechen, von dem ich nur sehr wenig verstand.
Ein anderer Mann übersetzte jedoch.
ram dass
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14.09.2026 n. Chr. 06.43 Uhr
Wie üblich, was in eckigen Klammern steht, sind Zusätze von mir.
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Seite 4
Um es mit den Worten Dadas [dada mukerjee] zu sagen: „Wir alle glauben, wir würden dem Guru nachlaufen, aber in Wahrheit - weißt du - ist er es, der uns nachläuft.“ Alles, was ich über die Entbehrungen in Indien wusste, hatte mich davon überzeugt, dass ich nicht dorthin wollte, und doch stand ich im Oktober 1971 mit zwei Freunden am JFK-Flughafen und wartete darauf, in ein Flugzeug nach Bombay einzusteigen. Eine große Menschenmenge aus unserer New Yorker „spirituellen“ Gruppe war gekommen, um uns zu verabschieden – oder, wie ich vermutete, um sicherzustellen, dass wir tatsächlich ins Flugzeug stiegen. Wir drei befanden uns alle in unterschiedlichen Stadien der Panik und fragten uns, was wir da eigentlich taten. Sowohl die Panik als auch die Verwirrung sollten sich hundertfach verstärken, als wir tatsächlich in Indien ankamen. Wir drei, wie fast die gesamte Gruppe von Westlern, der wir uns schließlich um Maharajji herum anschlossen, hörten zum ersten Mal durch Ram Dass von ihm. Doch obwohl sich mein Leben nach der Nacht, in der ich zum ersten Mal einen Vortrag von Ram Dass hörte, völlig verändert hatte, fühlte ich mich nicht dazu hingezogen, nach Indien zu reisen. Zum Teil ließ die Mystik dessen, was eine Reise nach Indien damals bedeutete, es für mich anmaßend erscheinen, überhaupt über die Reise nachzudenken. Mir war auch nicht klar, dass die Kraft des Erwachens, das ich erlebt hatte, tatsächlich eine Verbindung zu Maharajji war – dass er möglicherweise mein Guru sein könnte. Wir hatten alle gehört, wie schwer es war, ihn zu finden. Und was, wenn er mich wegschickte, wie er es mit anderen getan hatte? Nun, drei Jahre später, war ich auf dem Weg nach Indien, aber ich hatte immer noch nicht die Kühnheit, eine Ablehnung zu riskieren – ich wollte einige südindische Heilige besuchen und vielleicht später auch den Norden „besuchen“, falls sich die Hoffnung auf eine Aufnahme abzeichnete. Als wir in Bombay aus dem Flugzeug
stiegen, wurden wir von einem Vertreter der Fluggesellschaft
empfangen (in Indien an sich schon eine Meisterleistung),
der uns mitteilte, dass wir Reservierungen für einen
Nachmittagsflug nach Neu-Delhi hätten und dass die Tickets
am Schalter auf uns warteten. Das war eine Überraschung,
aber nach einem 26- oder 28-stündigen Flug waren wir zu
benommen, um mehr als leichtes Staunen zu empfinden.
Schließlich waren wir in Indien – hier konnte alles Mögliche
passieren. (Dieses Rätsel um die Tickets und Reservierungen
nach Delhi wurde nie auf „vernünftige“ Weise gelöst.) In
Delhi dachten wir daran, zum American-Express-Büro zu gehen,
um nach Nachrichten zu fragen, wie wir es schon in Bombay
vorhatten. Schließlich mussten, da wir nun einmal hier
waren, Nachrichten vorliegen. Da war eine: „Geht zum
Jaipuria Bhavan in Vrindaban. Maharajji wird bald erwartet.
“ Es war unterzeichnet mit „Balaram Das“. Wir wussten nicht,
wer das war. Da kam plötzlich ein Westler auf uns zu – jemand, den ich im Jahr zuvor in Kalifornien kennengelernt hatte. Vor hysterischer Erleichterung warf ich meine Arme um ihn, doch er, ein alter Hase in Indien, blieb angesichts unserer Aufregung völlig gelassen. Oh ja, Jaipuria Bhavan lag genau dort, gleich hinter der nächsten Kurve. In den nächsten Tagen versammelte sich der kleine westliche Satsang (eine Gemeinschaft von spirituell Suchenden) im Jaipuria Bhavan und wartete auf Maharajjis Ankunft in seinem Ashram (Kloster) in Vrindaban. Viele von ihnen kannten wir aus Amerika, darunter auch den geheimnisvollen „Balaram Das“, den wir als Peter gekannt hatten. Wir hörten uns ihre Geschichten über Maharajji mit Erleichterung und Vorfreude an. Er klang schließlich gar nicht so grimmig und furchterregend. Dann kam die Nachricht, dass er da war! Am nächsten Morgen konnten wir zu seinem Darshan gehen. Ich kam etwas verspätet mit Radha im Ashram
an und hielt nervös meinen geliehenen Sari sowie die
Opfergaben aus Blumen und Früchten fest umklammert. Wir
umrundeten den Tempel und verneigten uns (Pranam) vor
Hanumanji*, dann näherten wir uns dem Tor in der Mauer
zwischen dem Tempelgarten und dem Ashram. Wie gut erinnere
ich mich an diese grüne Holztür! Als wir klopften, öffnete
der alte Chaukidar (Torwächter) sie einen Spalt breit und
spähte zu uns heraus. Dann fragte ich mich – wie jedes Mal
danach, solange ich in Indien war –, ob er uns hereinlassen
würde. Doch er trat zurück und zog die Tür für uns auf. Ich
blickte hindurch, den Blick entlang der langen Veranda an
der Vorderseite des Ashramgebäudes. Ganz am anderen Ende saß
Maharajji allein auf seinem Holzbett. Als ich seine
imposante Gestalt sah, machte mein Herz einen solchen
Sprung, dass ich gegen das Tor taumelte. Dieser erste
Anblick von ihm ist mir noch immer scharf und deutlich in
Erinnerung.
* Definitionen von Begriffen aus dem Sanskrit und Hindi finden Sie im Glossar. [Das Glossar mache ich vielleicht demnächst noch zwischendurch. Doch heute gibt es ja zum Einen noch das Internet, aber existiert bereits ein Glossar aus "göttliche wirklichkeit", wo die meisten Begriffe zu finden sein dürften. Habe ich hier mal an das Ende der Seite (also ganz unten) mit hinein kopiert]
[1 Mit radha ist radha baum gemeint, sie kommt 2 Mal in "göttliche wirklichkeit" vor, Begebenheit 26 und 327. Auch hat sie vor kurzem ein Interview mit nina rao gegeben, welche wiederum die rechte Hand von krishna das ist.
327. EIN ARMBAND WENIGER
Meine Schwiegermutter hatte mir sieben silberne Armreifen aus Mexiko mitgebracht. Wenn ich sie abends abnahm, bewahrte ich sie in der Schublade meines Schminktisches neben meinem Bett auf. Am nächsten Morgen legte ich sie wieder an, nachdem ich sie gezählt hatte. Eines Nachts sah ich Maharaj in einem Traum. Ich freute mich sehr, ihn zu sehen, und nachdem ich ihm Pranaam dargebracht hatte, fragte ich ihn, was ich für ihn tun könne. Er schaute auf meine Armreifen, die ich im Traum trug, und sagte: „Ich möchte sie haben.“ Sofort zog ich sie aus und legte sie ihm zu Füßen. Ich konnte nicht glauben, dass ich etwas hatte, das er gerne haben wollte. Er sagte: „Nicht alle, ich nehme nur einen.“
Ich nahm einen Armreif und gab ihn ihm. Dann wachte ich auf. Ich schaute in meinen Schminktisch und zählte meine Armreifen. Es waren nur noch sechs. Dieses Ereignis hat mich so sehr beeindruckt, dass ich lange Zeit mit niemandem darüber sprechen konnte.
nina rao – BHNN Guest Podcast – Ep. 65 – Women’s Stories of neem karoli baba ]
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15.09.2026 n. Chr. 07.20 Uhr
Die nun folgenden Begebenheiten wollte ich ursprünglich überspringen, weil sie mir nicht "spektakulär" genug erschienen, doch jetzt beim 2ten oder dritten Lesen beginne ich mich hinein zu finden in den Erzähler. Und es fühlt sich gut an. Es hat ein wenig was von franz kafka, am Anfang, doch ist das Ende genau gegenteilig. Denn bei kafka findet der Protagonist ja nie, was er sucht oder will. Hier gibt es "happy endings zuhauf. Weiter geht es also. Mit Auszügen aus dem dem Buch "Miracle of love" von ram dass - auf Deutsch. Auch hier lautet der inoffizielle Titel natürlich:
"Von den Zielsetzungen und Möglichkeiten eines Avatars im God-Mode"
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Seite 6
Alle anderen waren total aufgeregt, aber ich war ziemlich skeptisch gegenüber der ganzen Sache. Trotzdem stieg ich als Erster aus dem Bus und rannte sofort in den Tempel hinein. Obwohl ich noch nie dort gewesen war, wusste ich irgendwie genau, wo ich abbiegen musste, um zu Maharajji zu gelangen. Als ich um die Ecke bog, fing er an, auf und ab zu hüpfen und all diese Dinge auf Hindi zu rufen, die mich völlig verwirrten. Ich ging zu ihm hin und verneigte mich vor seinen Füßen. Er fing an, mich wirklich sehr hart zu schlagen. Ich verspürte sowohl große Verwirrung als auch ein Gefühl der unglaublichsten Einheit, das ich je in meinem Leben empfunden hatte. Er war so völlig anders, als ich es erwartet hatte, und doch gleichzeitig so vertraut. In diesem Moment spürte ich, wie all das Leiden, all der Schmerz der letzten Jahre sich vollständig auflöste. Und obwohl der Schmerz in der Zukunft wiederkehren sollte, machte die Liebe, die ich in diesem Moment empfand, alles später viel weniger schmerzhaft.
Ich hatte auf meinen Wanderungen
durch Indien von Maharajji gehört und fand ihn schließlich
in Allahabad. Meine erste Begegnung fand am frühen Morgen
statt. Maharajji lag in einem Zimmer auf dem Bett, und eine
Ma (eine indische Anhängerin) saß vor ihm auf dem Boden. Auf
dem Bett lagen Früchte. Dann kam unter der großen Decke
diese Hand hervor. Er nahm ein paar große Äpfel und ließ sie
immer wieder gegen die Brust der Ma prallen, doch sie war
völlig in ihre Meditation versunken. Ich saß da und sah zu,
dann schaute Maharajji plötzlich direkt zu mir. Er wirkte
wie ein Baum, so geerdet, so natürlich.
Ich war aus den Vereinigten Staaten
als Anhänger einer sehr strengen religiösen Sekte nach
Indien gekommen – der Guru war der Guru, der endgültige und
große Erlöser. Nach nur zwei Wochen in seiner Gegenwart
war ich eindeutig von ihm desillusioniert und begann, auf
eigene Faust durch Indien zu wandern – immer noch in der
Hoffnung, irgendwo den einen wahren und reinen Guru zu
finden. Mehrmals erzählte mir auf meinen Wanderungen
jemand von Maharajji und dass er sich in der Nähe befände.
Aber ich ging nicht hin, da ich keinen besonderen Drang
verspürte. Schließlich befand ich mich in der Nähe von
Bombay, immer noch auf der Suche nach dem wahren Guru, als
ein alter Freund auftauchte. Er wirkte so klar und leicht,
dass ich, noch bevor wir überhaupt miteinander sprachen,
beschloss, dorthin zu gehen, woher er gerade gekommen war.
Er hatte gerade Maharajji in Vrindavan verlassen. Ich packte
meine Koffer und machte mich noch am selben Nachmittag auf
den Weg.
[Hier liegt sehr wahrscheinlich ein kleiner Fehler vor, obere und nun folgende Begebenheit waren nicht getrennt, und zu einer zusammen gefasst. Doch es macht getrennt, als 2 Berichte von verschiedenen Individuen, mehr Sinn]
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GLOSSAR
aao: die Befehlsform des Verbs
„kommen“ Bharata: der Bruder von Lord Ram Pandit: ein Religionsgelehrter
Vibhishana: der Bruder des
Dämonenkönigs Ravana, der ebenfalls ein Anhänger von Lord Ram war
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15.09.2026 n. Chr. 07.14 Uhr
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Seite 8
Meine Frau hatte Maharajji
kennengelernt und war nach Amerika gekommen, um mich
abzuholen und mich zu ihm zurück zu bringen. Als wir
Maharajji zum ersten Mal besuchten, schreckte mich das, was
ich sah, ab. All diese verrückten Westler in weißen
Kleidern, die um diesen dicken alten Mann in einer Decke
herumhingen ! Am meisten hasste ich es, zu sehen, wie
Westler seine Füße berührten. An meinem ersten Tag dort
ignorierte er mich völlig. Aber nach dem zweiten, dritten,
vierten, fünften, sechsten und siebten Tag, an denen er mich
ebenfalls ignorierte, begann ich mich sehr aufzuregen. Ich
empfand keine Liebe für ihn; tatsächlich empfand ich gar
nichts. Ich kam zu dem Schluss, dass meine Frau von einer
verrückten Sekte in ihren Bann gezogen worden war. Am Ende
der Woche war ich bereit zu gehen. Das fühlte sich wirklich wie meine
Initiation an. Inzwischen waren andere angekommen und
standen um mich herum, streichelten mich, und da wurde mir
klar, dass fast jeder dort eine ähnliche Erfahrung gemacht
hatte. Eine belanglose Frage wie „Warst du gestern am See?“,
die für alle anderen keine Bedeutung hatte, erschütterte
meine Wahrnehmung der Realität. Mir war klar, dass Maharaj
ji alle Illusionen durchschaute; er wusste alles. Übrigens
war das Nächste, was er zu mir sagte: „Wirst du ein Buch
schreiben?“[1] [1 So kam es dann auch: larry brilliant - sometimes brilliant]
Es war in London. Ich saß in einem Bus
mit vielen freien Plätzen. Da stieg ein alter Mann ein,
welcher eine Decke in den Händen hatte und setzte sich auf
den Fensterplatz neben mir, sodass ich aufstehen musste, um
ihn hereinzulassen. Das ärgerte mich ein wenig, aber als er
sich hinsetzte, schenkte er mir ein so liebenswertes,
sanftes Lächeln, dass ich meinen Ärger vergaß und da saß ich
und dachte mir: „Was für ein liebenswerter alter Mann.“
Bevor der Bus die nächste Haltestelle auf seiner Strecke
erreichte, drehte ich mich um, um ihn noch einmal anzusehen
– doch er war verschwunden!
[Hier kommt jetzt eine Anmerkung von ram dass, im Buch nicht kursiv, sondern normal geschrieben. Es weißt darauf hin, dass jetzt die ersten Begegnungen mit maharaj ji von Indern geschildert werden] Auch die Inder kamen mit unterschiedlich starkem Verlangen und unterschiedlicher Bereitschaft zu Maharajji. Doch für sie war es anders. Sie waren in einer Kultur aufgewachsen, in der es zahlreiche heilige Wesen gab, und die Eltern der meisten von ihnen hatten Gurus gehabt. Für die Familie war der Guru eine Kombination aus Großvater, weltlichem und spirituellem Führer sowie Spiegelbild oder Manifestation Gottes. Oft behandelten sie Maharajji eher wie einen Menschen und weniger wie einen Gott, und doch konnten sie sich ihm gleichzeitig leichter hingeben. Für sie war die Hingabe keine persönliche Angelegenheit des Egos, wie es für uns der Fall war. In der Sammlung von Geschichten über erste Begegnungen, die von einigen der engsten indischen Anhänger Maharajjis beschrieben wurden, werden sowohl die kulturellen Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten in Bezug auf Offenheit und Liebe deutlich.
Ich kenne Maharajji, seit ich auf diese Welt gekommen bin. Mein Vater und meine Mutter waren beide Anhänger – mein Vater seit 1940 und meine Mutter seit 1947. Da unsere Eltern Anhänger waren und da in unserer Familie ständig von ihm die Rede war, wurden wir alle als seine Anhänger geboren.
Ich begegnete Maharajji vor vielen Jahren zum ersten Mal in Bhowali. Maharajji besuchte dort häufig das Haus einer gewissen M a. Ich erzählte ihr, dass ich von ihm gehört hatte, ihn aber noch nie getroffen hatte, und bat sie, mir Bescheid zu geben, wenn er das nächste Mal käme. Nach etwa einer Woche kam Maharajji nachts. Am Morgen erreichte mich eine Nachricht, und ich machte mich sofort auf den Weg. Ich fand ihn auf einem Feldbett liegend vor. Er sah mich an und schloss dann für einen Moment die Augen. Er wusste sofort, wer ich war, wer ich zuvor gewesen war und was ich in dieser Welt tun würde. Nach wenigen Sekunden sagte er: „Ich freue mich sehr, dich zu sehen“, was er viele Male wiederholte. Maharajji war in der Nacht zu Fuß von Nainital nach Bhowali gekommen. Er sagte: „Du hast mich hierher gebracht ! Ich werde dich in Haldwani wiedersehen.“ Dann stieg Maharajji in einen Bus nach Almora. (Damals reiste er meist mit dem Bus, nicht mit dem Auto.) Die Leute warnten mich, ihn nicht ernst zu nehmen: „Neem Karoli ist ein großer Lügner. Er sagt sehr selten die Wahrheit. Auf ihn kann man sich nicht verlassen.“ Jedenfalls fuhr ich nach Haldwani. Nach ein paar Tagen kam jemand in mein Zimmer und sagte mir, dass Maharajji nach Haldwani gekommen sei, und gab mir seine Adresse. Ich traf ihn damals und bin seitdem bei ihm geblieben.
Ich begegnete Maharajji zum ersten
Mal im Jahr 1950, als ich mit meinem Chef und Maharaj ji von
Nainital nach Haldwani fuhr. Mein Chef, ein Minister, war
bereits ein Anhänger Maharaj jis und hatte ihm diese
Mitfahrgelegenheit angeboten. Aber ich rauchte und tat so,
als wäre Maharaj ji nur ein ganz normaler Mensch. [In dieser Erzählung fehlt jetzt noch etwas, nämlich das Staunen, als er bemerkte, dass dieser "neem karoli baba" kein anderer war, als der, welchen er nur unter "maharaj ji"bereits vom Sehen kannte. Er hatte ihn ja 1950 im Auto kurz kennen gelernt, respektive erleben dürfen. Drei Mal habe ich es im Englischen überprüft, es ist so, da hat ram dass etwas verschluckt, was hier hätte hingehören müssen.]
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17.09.2026 n. Chr. 07.13 Uhr
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Seite 12
Da ich nicht verheiratet war, wohnte
ich bei meinem Bruder und seiner Frau. Als Maharajji zu
ihnen kam, zog ich mich in das hinterste Zimmer zurück, um
nichts mit solchen Leuten zu tun haben zu müssen, denn ich
dachte: „Sadhus [Entsagende] taugen nichts.“
Einer von Maharajjis engsten
Anhängern der letzten zwanzig Jahre gibt den folgenden
Bericht [dieser dürfte von dada mukerjee sein]:
maharaj ji und dada mukerjee, Bild von mir hinzugefügt
[Auch diese Begebenheit ist noch mit weitaus mehr erwähnenswerten Details behaftet, als ram dass wieder gibt. So hat dada mukerjee sie in seinem Buch "by his Grace" ausführlich geschildert, doch dazu komme ich vielleicht noch irgendwann. Jedenfalls war dada einer der "engsten" Devotees von maharaj ji.
Meine erste Begegnung mit ihm in Kanpur war kurz und bündig – vielleicht nur zwei Minuten. Ich verneigte mich vor ihm. Er fragte mich, wer ich sei, gab mir seinen Segen und ging abrupt davon. Wohin er ging, konnte niemand sagen. Zehn Monate oder ein Jahr später traf ich ihn in Lucknow wieder. Nacheinander schickte er die vielen Menschen, die bei ihm saßen, fort, bis nur noch wir drei übrig waren. Dann fragte er meine Schwägerin: „Was willst du?“ Sie sagte, sie sei nur gekommen, um ihm ihren Respekt zu erweisen. Dann fragte er mich, und ich antwortete: „Ich brauche nur deinen Segen, nichts weiter.“ Dann sagte er zu meiner Frau: „Du bist mit konkreten Fragen gekommen. Warum stellst du sie nicht?“ Tatsächlich war sie mit einigen
Fragen gekommen, die sie nicht einmal uns anvertraut hatte.
Aber sie hatte sich zuvor entschlossen, die Fragen nicht
selbst zu stellen. Sie wollte, dass Maharajji sie unbefragt
beantwortete, und sie wollte, dass dies unter vier Augen
geschah, also schwieg sie. Sie konnte nicht antworten, dass
sie keine Fragen hätte, aber aufgrund ihrer Entscheidung
konnte sie sie auch nicht stellen. Also sagte Maharajji zu
ihr: „Du möchtest, dass ich deine Fragen beantworte, ohne
dass du sie stellst. Und du möchtest, dass ich es dir sage,
wenn du allein bist. Du stellst einen Sadhu vor eine sehr
schwere Prüfung. Morgen werde ich zu dir nach Hause nach
Kanpur kommen und deine Fragen beantworten.“ Wir saßen
noch ein paar Minuten da, dann sagte er: „Geht!“ Als wir
gingen, kam mir der Verdacht, dass Maharajji uns gerade
abgelenkt hatte, indem er sagte, er würde uns morgen
besuchen und die Fragen beantworten.
Ein Kommissar des IC S (Indian
Civil Service) aus Lucknow trank wie ein Loch. Der
Polizeichef schlug Maharajji vor, sie sollten ihn besuchen.
Maharajji willigte ein, und als sie ankamen, hatte der
Kommissar eine Flasche hinter seinem Rücken versteckt.
Maharajji brüllte aus dem Auto: „Was ist los?“
Ich wollte Maharajji schon seit
langer Zeit treffen, konnte ihn aber nie erwischen.
Schließlich kam ein Freund und fuhr mich in seinem
Dienstwagen dorthin, wo Maharajji sich angeblich aufhielt.
Es gab vier Räume, und Maharajji befand sich im hintersten
Raum. Ich ging hinein. In dem Moment, als ich eintrat, sagte
Maharajji: „Raus hier, du!“ Also ging ich hinaus und setzte
mich hin, wollte aber nicht weggehen. Ich saß viele Stunden
lang da. Schließlich musste mein Freund das Auto
zurückbringen, weil es Feierabend war. Obwohl mein Zuhause
ziemlich weit entfernt war, war ich entschlossen, zu bleiben
und Maharajjis vollen Darshan zu erhalten. Schließlich hatte
jemand Mitleid mit mir und sagte: „Du machst es nicht
richtig. Wenn einige Leute hineingehen, gehst du mit ihnen
hinein, und wenn er dich hinauswirft, warte und versuche es
mit den nächsten Leuten erneut.“ Ich tat es und wurde
zweimal hinausgeworfen.
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18.09.2026 n. Chr. 07.35 Uhr
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Seite 17
Darshan In der Gegenwart seines
Wesens (Spirit)
Nicht jeder, der Maharajji begegnete, wurde beim ersten Besuch „eröffnet“ oder „erweckt“. Viele kamen, genossen einen angenehmen Besuch und gingen scheinbar unbeeindruckt wieder. Sie schienen „nichts mit Maharajji zu tun“ zu haben, das heißt, sie waren entweder noch nicht bereit, so tief berührt zu werden, oder das Medium des Gurus – oder dieses bestimmten Gurus – war nicht ihr Weg. Balaram (zu einem Neuankömmling auf der Veranda in Vrindaban): „Hast du schon Maharajjis Darshan gehabt?“ „Ich weiß es nicht. Ist er der Dicke, der da drüben sitzt?“ Dann gab es jene, die zwar keinen dramatischen „Schock“ erlebten, aber dennoch auf einen subtilen Faden reagierten, der sie immer wieder zu Maharajji zurückführte. Ich war erstaunt zu beobachten, wie selbst harte Menschen weich wurden, wenn sie in Maharajjis Nähe blieben. Für viele von uns, die entweder anfangs auf dramatische Weise eröffnet oder auf subtile Weise angezogen wurden, wurde der Wunsch, bei Maharajji zu sein, zum wichtigsten in unserem Leben. Wir waren zu „Anhängern“ geworden, denn wenn wir bei ihm waren, erlebten wir, „zu Hause“ im Herzen Gottes zu sein. Kein Wunder, dass seine Gegenwart so süchtig machte und dass wir unser Zuhause verließen und alles taten, um bei diesem spirituellen Rattenfänger zu sein, der uns lehrte, auf den Feldern des Herrn zu tanzen und zu spielen. Aber anzunehmen, dass man, nur weil man
sich wünschte, bei Maharajji zu sein, auch tatsächlich bei ihm
sein könnte, bedeutete, die Art des Verhaltens dieses Mannes
außer Acht zu lassen. Er bewegte sich unvorhersehbar. Und wann
immer er sich an einem Ort auch nur für ein paar Tage aufhielt,
strömten die Menschen in einem ununterbrochenen Strom von
morgens bis abends herbei. Manche kamen barfuß mit nackten Babys
von nahegelegenen Bauernhöfen; andere kamen mit dem Jet und dem
Taxi. Aber sie kamen mit einer Erwartung, mit einer Freude, mit einer Ehrfurcht, die nicht zu verkennen war. (ram dass)
Zwar wollten viele etwas Weltliches von dem „Wunder-Baba“, doch darüber hinaus wollten sie noch einmal den Nektar der Gemeinschaft mit ihm kosten.
Ein Anhänger von Maharajji zu sein, war
wie die Teilnahme an einer fortwährenden und unendlichen
Schatzsuche, die nur durch finanzielle Mittel oder familiäre
Verpflichtungen begrenzt war. Der Goldschatz war natürlich der
Darshan mit Maharajji. Und Gold war es tatsächlich! Ein
indischer Anhänger brachte es auf den Punkt, als er sagte:
Die indischen Anhänger verfügten über ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem, das es ihnen in mindestens dreißig Prozent der Fälle ermöglichte, Maharajji aufzuspüren und innerhalb eines Tages nach seiner Ankunft in einer Stadt oder einem Dorf seinen Aufenthaltsort zu erfahren. Wir Westler hatten nicht so viel Glück, und so mussten wir unseren Verstand, unsere Intuition, unsere Gerissenheit – und unsere unverhohlene Dreistigkeit – einsetzen, um zu seinen Füßen zu gelangen. Unsere Erfolgsquote war vielleicht nicht so beeindruckend wie die der indischen Anhänger, aber unser Stil und der dramatische Beginn und Ausgang waren es ganz sicher.
Ich war gerade bei Maharajjis Darshan,
als plötzlich Tukaram herankam. Ich fragte Tukaram, wie er
hereingekommen sei, und er sagte: „Ach, ich bin über die Mauer
gesprungen.“ Und ich dachte: „Oh Gott! Nun, dann werde ich wohl
nicht mehr lange hier sein.“ Dann kletterte Krishna Priya
herein. Der Chaukidar sah, wie sie über die Mauer kletterten,
und da er nicht die Schuld dafür auf sich nehmen wollte, sie
hereingelassen zu haben, ging er zu Maharajji, um es ihm zu
berichten. Der Torwächter sagte: „Baba, diese Leute sind über
die Mauer geklettert.
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19.09.2026 n. Chr. 06.55 Uhr
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Seite 20
Viele
Ebenen – viele Veränderungen Als du endlich zur richtigen Zeit am
richtigen Ort angekommen warst und dir gesagt wurde: „Ja, er ist
hier“, und du dich vor ihm sitzend wiederfandest, wie war das ?
Selbst die Zungen und Hände der Götter und Göttinnen der
Sprache, der Musik und der Poesie könnten diesen Anlässen nicht
gerecht werden. Wie sollte ich das also können? Wie die Blinden
mit dem Elefanten begegnete jeder Anhänger einem anderen
Maharajji. Wenn Maharajji herauskam, wusste man nie, was einen
erwartete. Er konnte eine Woche lang dasselbe tun, bis man
dachte: „Na ja, er wird um 8:00 Uhr herauskommen.“ Dann kam er
vielleicht den ganzen Tag nicht heraus, oder er ging einfach in
ein anderes Zimmer, schloss die Tür und blieb zwei Tage lang
dort drinnen. Man musste lernen, das Unerwartete zu erwarten.
Wenn man vor Maharajji sitzt, kann man nie wissen, mit wem er im Verlauf eines Darshans arbeitet. Er spricht vielleicht mit einer Person, während eine andere auf ganz besondere Weise tief bewegt wird. Man selbst kann nicht wissen, was man von ihm empfängt.
Ein Aspekt des Zusammenseins mit Maharajji, der mir und vielen anderen Menschen auffiel, war der vielschichtige Charakter dieser Erfahrung. Wir saßen einfach nur bei ihm, und scheinbar passierte nicht viel. Wir tranken Tee, und manchmal warf er ein paar Früchte herum, oder jemand kam vorbei und sagte ein paar Worte. Es war alles sehr unaufgeregt, aber wir beobachteten alles, was er tat, und hatten größte Freude an der Neigung seines Kopfes oder der Bewegung seiner Arme. Während wir gleichzeitig eine unglaubliche leichte Freude empfanden, hatten wir auch das Gefühl, mitten in einem lodernden Feuer zu stehen.
Die Menschen sitzen still um Maharajji
herum und konzentrieren sich. Maharajji blickt in die
entgegengesetzte Richtung einer Person, wenn er einen flüchtigen
Gedanken aufgreift, und dann dreht er sich zu dieser Person um.
Mit einem Ausdruck aus Verärgerung und Liebe hebt er einen
Finger oder schüttelt die Faust. Wenn jemand meditiert, zwickt
er ihm in die Nase oder zieht an seinem Bart. Er wendet sich
einer Person zu und sagt ihr, dass sie sehr gut sei. Einen
anderen verleumdet er und erzählt alle möglichen schlechten
Geschichten. Wieder wendet er sich einem anderen zu und sagt:
„Geh. Du böser Mensch!“ Manchmal sprach Maharajji mit einer
einzelnen Person, und alle anderen hörten zu – vollkommen
zufrieden damit, einfach nur dabei zu sein. Es war ein
Vergnügen, zu beobachten, wie die Neuankömmlinge skeptisch und
voller Fragen eintrafen und dann zu sehen, wie sich ihre Herzen
sanft öffneten und ihre zarte, blumenhafte Seite unter der
liebevollen Fürsorge des Meistergärtners zum Vorschein kam. Wir
saßen in diesen Gruppen, während Maharajji sich hierhin und
dorthin wandte,
Z e i t l o s e D a r s h a n s
Maharajji riet den indischen Anhängern oft, still zu sitzen; einfach nur zu sitzen, zuzuhören und alles in sich aufzunehmen. Doch in Maharajjis Nähe war das schwer, denn um ihn herum spielte sich ständig ein fesselndes Drama ab: wer kam, wer ging; was sie sagten; welches Essen verteilt wurde; wer am nächsten bei ihm sitzen durfte; wie er mit jedem Einzelnen arbeitete; wen er liebte und wen er anschrie; wie er sich auf dem Tucket bewegte. Ein Inder sagte uns, dass diejenigen von uns, die kein Hindi sprachen, Glück hatten, weil es uns davon abhielt, zu sehr in das Geschehen verwickelt zu werden. Wenn es eine kleine Pause gab oder man sich von dem Melodram lösen konnte, konnte man einfach die zeitlose Anmut seiner Gegenwart genießen.
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22.09.2026 n. Chr. 07. 24 Uhr
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Seite 32
D i e R e i n h e i t d e r D a r s h a n s
Wir kamen an einem
Kalender-Walla (Verkäufer) vorbei, der diese
Andachtskalenderbilder anbot. Ich schaute mir alle Bilder an,
aber sie waren so kitschig. Gerade als ich aufgeben wollte,
schaute ich auf meine Füße hinunter und dort auf dem Boden im
Staub lag ein Bild, auf dem Ram Hanuman umarmt, das einfach
wunderschön war. Ich kaufte das Bild und ging weiter zu Dadas
Haus. Ich war spät dran, daher dachte ich, ich würde es nicht
mehr rechtzeitig zu Maharajji schaffen, um ihm das Prasad zu
überreichen. Doch als ich durch die Tür trat, öffnete sich ein
Weg direkt zu Maharajji. Ich war durch den Meditationskurs und
das Sangam so offen geworden, dass ich das Prasad ohne mein Ego
überreichte. Es war die reinste Handlung, die ich je in der
Gegenwart von Maharajji vollzogen habe. Etwas geschah, aber ich
„tat“ es nicht. Ich legte das Bild auf den Tisch und setzte mich
hin. Maharajji nahm es in die Hand und betrachtete es. Tränen
traten ihm in die Augen, und auch ich begann zu weinen. Dann
stand er auf, stürmte aus dem Raum und gab das Bild Dada. Ein
paar Wochen später hing dieses Bild im Vrindaban-Tempel, direkt
neben der Murti.
S e i n e F ü ß e b e r ü h r e n
Der Mann, Direktor einer Schule in der Nähe, war
wahrscheinlich Ende fünfzig. Er trug einen schweren Wollanzug mit Socken
(seine Schuhe hatte er vor der Tür des Tempels abgestellt), eine Krawatte, einen
Schal und, wie es bei den Männern aus dem Bergland in diesem späten
November üblich war, eine Wollmütze. Vor uns, mit gekreuzten Beinen auf dem Tisch sitzend,
befand sich Maharajji, fest in eine bunte karierte Decke gehüllt, sodass nur sein Kopf über
der Decke hervorlugte und ein nackter Fuß darunter herausragte. Dieser Fuß war die Quelle
sowohl der Verzückung als auch der Eifersucht, denn der Mann massierte den Fuß
mit großer Zärtlichkeit und Liebe, und ich sehnte mich danach, an seiner Stelle zu
sein. Wie bizarr, mich in einem winzigen Hindu-Tempel am anderen Ende der Welt
wiederzufinden, eifersüchtig, weil ich nicht den Fuß eines alten Mannes reiben durfte! Während ich über diese seltsame Wendung der Ereignisse
nachdachte, sprach Maharajji mal mit dem einen, mal mit dem
anderen der etwa zwanzig Menschen, die sich in dem kleinen Raum
im hinteren Teil des Tempelgeländes versammelt hatten. Er sprach
Hindi, was ich nicht verstand, aber er schien dem einen eine
Frage zu stellen, den anderen zu schelten, mit einem dritten zu
scherzen und einem vierten Anweisungen zu geben. Mitten in
diesen Gesprächen sah ich, wie er sich ganz leicht bewegte, und
sein anderer Fuß tauchte direkt neben mir unter der Decke auf.
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24.09.2026 n. Chr. 07.05 Uhr
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Seite 35
Es gab einen ganz bestimmten Moment in Kainchi, an den ich mich erinnere. Ich saß vor Maharajjis Füßen und massierte sie eine gefühlte Ewigkeit lang, während ich mich fragte, ob ich rein genug war, um dies zu tun. Dann ging ich über alle Gedanken hinaus und tauchte immer tiefer in diese Liebe ein, bis es keine Bedenken mehr gab, Maharajjis Füße zu massieren, oder gar meine Liebe zu Maharajji. Ich „schwamm“ einfach in seinen Füßen.
Was war es an den
Darshans, das uns so in seinen Bann zog ? Waren es die vielen
Ebenen und Veränderungen, oder die Momente der Zeitlosigkeit,
oder vielleicht die Intimität und Liebe? Oder waren es die
Gespräche und die Zurechtweisungen und der Humor, oder
vielleicht die Reinheit? Dann war es natürlich vielleicht das
Berühren der Füße. Oder war es all das zusammen … oder nichts
davon? War die Verbindung vielleicht eine subjektive, jenseits
unserer dualistischen Erfahrung? Maharajji, wer bist du? Bist du
etwas anderes als unser eigenes Selbst? Es gibt keine Antwort.
Es gibt eigentlich keine Frage. Es gibt nur den Darshan, welcher
Gnade ist.
Trink Chai
Viele der armen Menschen in den Gebieten rund um den Tempel oder auf den Pilgerplätzen schienen von den kostenlos ausgegebenen Lebensmitteln abhängig zu sein, um zu überleben; doch für den Rest von uns schien diese übermäßige Fütterung und die ständige Beschäftigung mit Essen darauf hin, dass das Essen etwas Größeres darstellte.
Er bot mir die Pera (eine Süßigkeit)
wieder zum Essen an, und seltsamerweise lehnte ich sie ab.
Ich dachte mir nämlich, dass ich mich völlig satt fühlte und
jemand anderes sie haben sollte. Also gab er sie jemand
anderem. Bei einem anderen Darshan hatte er mir die Hände
mit Peras gefüllt, die ich sofort aß. Kurz darauf wollte er
mir eine weitere riesige Handvoll geben, die ich jedoch
ablehnte, da ich dachte, ich hätte meinen Anteil bereits
gehabt. Ein Inder hinter mir war verärgert und sagte mir,
ich solle Maharajjis Prasad niemals ablehnen, sondern immer
annehmen, was er mir anbietet. Da fühlte ich mich natürlich
schlecht. Als Nächstes bot mir Maharajji eine weitere
Handvoll an, die ich freudig annahm.
Ich kam im November im Tempel an und lebte dort ununterbrochen bis Ende März. Während dieser ganzen Zeit wurde ich täglich gut versorgt, und doch wurde nie ein Penny von mir als Gegenleistung verlangt. Ich konnte es nicht verstehen. Da war ich, ein relativ wohlhabender Westler, und die Inder hatten es wirtschaftlich so schwer, und dennoch wollten sie keine Bezahlung annehmen. Also steckte ich einfach immer wieder heimlich Geld in die Spendenbox im Tempel. (R. D. [ram dass])
Ich versuchte, mich irgendwo rund um den Tempel zu
verstecken, auf der anderen Seite des Hofes, gegenüber der
Stelle, an der er aus der Tür kam. Und als er herauskam,
wurde ich von den Leuten direkt bis zum Tucket gedrängt. Ich
versuchte immer, weit weg zu bleiben und mich zu verstecken,
also versuchte ich, mich hinter der Säule zu verstecken, als
ich in seine Nähe gedrängt wurde, aber die Leute drängten
mich immer weiter. Und Maharajji kam heraus. Ich hatte Angst
und weinte. Und Maharajji gab mir eine Birne. Als ich die
Birne aß, hatte ich das Gefühl, als wäre ich innerlich ganz
und gar von Wasser erfüllt. Es war, als würde ich lebendige
Liebe essen. Seit jenem Tag geht mir diese Birne nicht mehr
aus dem Kopf, und nichts hat dieses Gefühl jemals wieder
erreicht. Ich habe seit jenem Tag nie wieder eine Birne
gegessen.
Einmal sagte ich: „Warum
versorgst du so viele Menschen mit Essen, und warum so viel? Ich
könnte
Die Art der Speisen,
die um Maharajji herum serviert wurden, ist bemerkenswert, denn
obwohl sie unsere Seelen befriedigten, waren unsere Verstand oft
entsetzt. Die übliche Ernährung im Tempel bestand aus weißem
Reis, Puris und Kartoffeln (beides frittiert) sowie Süßigkeiten
aus fast reinem Weißzucker. Die Ernährung bestand aus Stärke,
Fett und Zucker sowie viel schwarzem Tee. Die ganze
Sensibilität, die die westliche Beschäftigung mit Ernährung in
uns geweckt hatte, schrie angesichts dieser Kost auf.
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25.09.2026 n. Chr. 06.55 Uhr
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Seite 41
Da er uns alle so
großzügig mit Liebe und Aufmerksamkeit sowie mit Essen
versorgte, suchten wir nach Möglichkeiten, uns zu revanchieren.
Doch sein Leben war so einfach, dass es nichts zu verschenken
gab; daher brachten die meisten Menschen Blumen oder Essen mit,
vor allem Obst und Süßigkeiten. Diese verteilte er dann
entweder selbst oder er berührte das Essen und ließ es
anschließend verteilen. Eine solche Berührung oder Segnung
durch ein Wesen wie Maharajji verwandelte die Nahrung auf
Schwingungsebene von einer physischen Substanz in Prasad. In
Abwesenheit der physischen Gestalt eines Wesens wie Maharajji
wird die Nahrung vor dem Verzehr im Herzen und im Geist des
Gläubigen dargebracht. Wird die Speise rein dargebracht, nehmen
die Wesen,
Eine Zeit lang aß Maharajji nur das Essen, das von einer bestimmten Ma zubereitet wurde. Sie erzählte mir, dass er sich weigerte, das Essen zu essen, wenn sie eines Tages zu beschäftigt war und jemand ihr dabei geholfen hatte. Sie sagte, dass sie ihn manchmal anlog, nur damit er das Essen aß – sie behauptete dann, sie habe das Essen ganz allein und ohne Hilfe gekocht. Trotzdem schob er es beiseite. Er schien den Unterschied spüren zu können.
Meistens aß Maharajji allein und verteilte alles, was wir Anhänger ihm brachten. Aber es war der sehnlichste Wunsch eines jeden, wenn wir Obst oder andere Speisen brachten, dass Maharajji etwas davon selbst aß. Und wenn er das tat, fühlte es sich wie ein so kostbarer Moment an, in dem Maharajji ein Zeichen deiner Liebe angenommen hatte.
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26.09.2026 n. Chr. 07.23 Uhr
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Seite 43
Ich kaufte ein Dutzend Orangen, um sie
Maharajji mitzubringen. Wir kamen bei dem winzigen Tempel
an, den Maharajji gerade besuchte und wo sich bereits viele
indische Anhänger versammelt hatten und sich in seinem
Zimmer drängten. Sobald unsere Anwesenheit bekannt wurde,
wurden wir in den Bereich direkt vor den Holztisch gedrängt,
an dem Maharajji saß. Ich bot ihm die Orangen an. Auf dem
Tisch lagen bereits viele Früchte und einige Süßigkeiten.
Doch dann geschah etwas, das mich überraschte. Maharajji
stürzte sich auf meine Orangen, als hätte er noch nie zuvor
etwas zu essen gesehen. Sobald eine Orange aufgeschnitten
wurde, schnappte er sich sie und aß sie sehr schnell auf.
Und vor meinen Augen verzehrte er acht Orangen. Die anderen
vier wurden mir auf Maharajjis Drängen hin vom Schulleiter
eingeflößt.
Später fragte ich K. K., einen engen indischen Freund, nach diesem seltsamen Verhalten. K. K. erklärte mir, dass Maharajji „Karma von mir übernahm“ und dass dies eine Technik sei, die er oft anwandte. (R. D.)
Die Bedeutung von „Karma übernehmen“ ist, dass ein sehr hohes Wesen wie Maharajji mit feinstofflichen Schwingungsmustern arbeiten und von Anhängern Muster übernehmen kann, in denen diese in diesem Leben oder über viele Leben hinweg feststeckten. Ein solches Wesen könnte zum Beispiel deinen Kummer oder dein Unglück wegnehmen. Dieser Vorgang, der unter indischen Heiligen ebenso wie unter Zauberern und Medizinmännern aus vielen Teilen der Welt bekannt ist, kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. O f t arbeitet der Heilkundige mit einer Haarsträhne oder dem Stuhl oder Urin der Person, die unter den Auswirkungen bestimmter negativer Kräfte leidet, sei es in ihrem Inneren oder außerhalb ihres Selbst. In Indien arbeiten solche karmischen Heiler oft mit Dingen, die ihnen die Anhänger geben. Shirdi Sai Baba, ein sehr großer Heiliger Indiens, bat seine Anhänger um Annas, kleine Münzen im Wert von weniger als einem Penny. Diese hielt er so lange in den Händen, bis er den negativen Zustand vom Anhänger in sich selbst aufgenommen hatte. Dieses negative Material konnte er dann durch andere yogische Prozesse aus sich selbst wieder loswerden. Ein anderer bekannter Guru in Indien bittet seine Anhänger um Zigaretten und raucht von morgens bis abends, Jahr für Jahr, oft drei oder vier Zigaretten auf einmal. Maharajjis Art bestand darin, das Karma zu „essen“, und er schien keine Grenzen in seiner Aufnahmekapazität zu haben. Eine Frau, eine langjährige Anhängerin, erzählte folgende Geschichte: Einmal in Bhumiadhar, wo Maharajji die Nacht verbrachte, hatten wir alle unser Abendessen eingenommen und uns um 22:30 Uhr zur Ruhe begeben. Gegen 1:00 Uhr morgens fing Maharajji an zu schreien, er sei sehr hungrig und müsse Dal (Linsen) und Chapattis haben. Ich wachte auf und erinnerte ihn daran, dass er bereits gegessen hatte. Aber er bestand darauf, dass er Dal und Chapattis haben müsse. Wer kann schon die Wege eines solchen Wesens verstehen? Also weckte ich Brahmachari Baba (den Priester), und er entfachte ein Feuer und bereitete das Essen zu. Gegen 2:00 Uhr morgens war es fertig, und wir sahen zu, wie Maharajji das Essen mit großem Appetit verzehrte. Dann zogen wir uns alle wieder zurück. Gegen 11:00 Uhr am nächsten Morgen traf ein Telegramm ein, in dem stand, dass einer von Maharajjis alter Anhänger in der Ebene (etwa 150 Meilen entfernt) in der vergangenen Nacht um 2:00 Uhr morgens verstorben war. Als Maharajji das Telegramm vorgelesen wurde, sagte er: „Seht ihr, deshalb brauchte ich Chapattis und Dal.“ Das weckte unsere Neugier, denn wir verstanden den Zusammenhang überhaupt nicht. Wir trieben ihn in die Enge, aber er wollte nichts weiter sagen. Schließlich, nach zwei oder drei Tagen unseres Beharrens, sagte er: „Seht ihr das nicht? Er [der Mann, der gestorben war] hatte sich Chapattis und Dal gewünscht, und ich wollte nicht, dass er diesen Wunsch über den Tod hinaus mit sich trägt, denn das würde eine zukünftige Geburt beeinflussen.“ Manchmal, wenn er Hausbesuche machte, kam er zur Tür und sagte, er habe großen Hunger, und fragte, ob er etwas essen könne. In sehr armen Haushalten, in denen es vielleicht gar nichts zu essen gab, sagte er einfach, er habe großen Durst, und bat um Wasser. In Lucknow fuhr Maharajji mit einigen Beamten der
öffentlichen Bauverwaltung im Auto in den ärmsten Teil der Stadt, wo diese Beamten sich nicht
ordnungsgemäß um die Straßen und die Abwasserentsorgung kümmerten. Aus einer der
Hütten rief er einen Muslim herbei (den Maharajji „Musselman“ nannte), und sie umarmten sich;
dann sagte Maharajji: Der Mann war überrascht, dass Maharajji davon wusste, und holte sie hervor. Obwohl Maharajji und die Beamten gerade gegessen hatten, aß er eines mit Genuss und reichte das andere den Beamten, darunter auch den hinduistischen Brahmanen, die niemals von einem Muslim zubereitetes Essen zu sich nehmen würden, und sagte: „Nehmt Prasad!“
Immer wieder forderte Maharajji uns
auf, „die Menschen zu ernähren“. Seine Sorge galt nicht nur
seinen eigenen Anhängern, sondern allen Menschen, die Hunger
leiden.Er pflegte zu sagen: „Gott kommt in Form von
Nahrung zu den Hungrigen.“ Und zu den Köchen sagte er: „Das
Zubereiten von Essen ist ein Dienst an Gott. Die Menschen
brauchen Nahrung, um am Leben zu bleiben.“
Er pflegte zu sagen, man solle allem dienen, jedem Geschöpf. „Es ist alles Gottes Schöpfung. Diene jedem, sei er nun ein Dacoit [Dieb] oder irgendetwas anderes. Wenn er hungrig zu dir kommt, gib ihm Essen.“ So oft sagte er: „Jeder hat ein Recht darauf, ernährt zu werden.“ Miaharajjis eigenes Verhalten war für uns ein eindrucksvolles Vorbild. Abgesehen davon, dass er alle bewirtete, die kamen, um seinen Darshan zu erhalten, organisierte er ständig große Bhandaras (Feiern, bei denen allen Anwesenden, einschließlich der Reichen, der Armen, der Bettler und der Leprakranken, kostenlos Essen serviert wurde). Die Menschen wurden sofort bewirtet, sobald sie ankamen, denn Maharajji wies an: „Ein hungernder Mensch sollte nicht warten müssen. Ein solcher Mensch sollte gespeist werden, wenn er Hunger hat.“
Die Kumbha-Melas waren noch festlichere Anlässe. Die
Kumbha-Melas waren noch festlichere Anlässe. Dabei handelt
es sich um Versammlungen von Hunderttausenden von Sadhus,
Heiligen und Suchenden, die aus ganz Indien anreisen, um an
einem astrologisch günstigen Zeitpunkt am Zusammenfluss
dreier Flüsse zu baden – dem Ganges, der Yamuna und der
Saraswati, einem unterirdischen spirituellen Fluss. Es ist
wie ein riesiger spiritueller Jahrmarkt, der einen Monat
oder länger dauert. Bei den Melas wurden in Maharajjis Zelt
gewöhnlich mindestens einen Monat lang täglich 250 bis 500
Portionen serviert. Das sind eine Menge Kartoffeln, die
geschält werden müssen !
Ein anderer wies darauf hin, dass die Anhänger nicht
einmal für ihre harte Arbeit gelobt würden, und sagte: Obwohl die Menschen
Maharajji ständig Essen brachten, das er verteilte, gab es
manchmal mehr Empfänger als Spender. Gerade in solchen Momenten
konnte das scharfsichtige Auge beobachten, wie Maharajji das
manifestierte, was als die Usiddhi [Kraft] von Annapurna bekannt
ist.“ Annapurna ist die Göttin des Getreides, der Aspekt der
Göttlichen Mutter, der das Universum ernährt. Wer Annapurnas
Siddhi besitzt, kann immer weiter aus einem Vorrat an
Lebensmitteln austeilen, und dennoch bleibt dieser voll.
„Jetzt ist der Zauber vorbei.“
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27.09.2026 n. Chr. 07.20 Uhr
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Seite 48
Ich begleitete Maharajji
mit dem Zug von Allahabad nach Vrindavan, als ich am Bahnhof,
noch bevor wir in den Zug einstiegen, die schönsten großen,
saftigen Orangen sah. Einen Moment lang war ich versucht,
anzuhalten und welche zu kaufen, aber ich ging weiter.
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28.09.2026 n. Chr. 07.09 Uhr
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Seite 50
Ein Mann blieb viele Jahre lang als eine Art Diener bei Maharajji. Er kümmerte sich um Maharajjis Kleidung, half ihm beim Baden, holte Wasser und so weiter. Er leistete viel Dienst und schlief zu Maharajjis Füßen, um immer in seiner Nähe zu sein. Seine Praxis bestand darin, dienstags zu fasten und nur Milch zu sich zu nehmen. An einem Dienstag bot Maharajji ihm Essen an, doch er lehnte ab und sagte, er würde Milch zu sich nehmen. Der ganze Tag verging, ohne dass er Milch bekam. Spät in der Nacht fragte Maharajji ihn, ob er gegessen
oder Milch getrunken habe. Er verneinte, er faste, aber
Milch habe er getrunken. Maharajji sagte: „Du lügst ! Sag
die Wahrheit ! Niemand hat dir Milch gegeben.“ Maharajjis
Geschrei weckte den ganzen Ashram. Maharajji befragte den
Koch und stellte fest, dass niemand daran gedacht hatte, ihm
seine Milch zu geben, und inzwischen gab es im Ashram keine
mehr. Maharajji stand auf und ging in sein Zimmer. Er rief
den Mann herein und wies ihn an, die Tür abzuschließen.
Maharajji fragte nach der Uhrzeit; es war nach Mitternacht.
Maharajji sagte: „Du hast den ganzen Tag nichts gegessen. Es
ist nach Mitternacht. Kannst du jetzt etwas essen? Es ist
Mittwoch.“ Der Mann sagte, er könne es. Maharajji griff in
seinen Dhoti (ein Tuch, das den unteren Teil des männlichen
Körpers bedeckt) und holte fünf Parathas (gebratenes Brot)
und zwei Sorten Gemüse heraus. Maharajji sagte: „Das ist
Gottes Prasad, Rams Prasad.“
Einmal ging im Hanuman Ghar das Ghee aus, und Maharajji
bat einen Anhänger heimlich, etwas Wasser in einem Eimer zu
holen und es in den Wald zu stellen. Dann sagte er in seiner
gewohnt direkten Art: „Ich muss pinkeln“, und ging hinaus.
Als er zurückkam, schrie er. Er ging zu einem Sadhu hinüber
und schimpfte mit ihm, weil er nicht auf den Vorrat
aufgepasst hatte. Er sagte, Diebe würden das Ghee stehlen.
„Schaut“, sagte Maharajji, „sie haben eine Dose Ghee hier
draußen im Wald abgestellt.“ [Wie schon in "göttliche wirklichkeit" desöfteren angemerkt, es kam häufiger vor, dass maharaji ji Wasser zu Ghee oder auch zu Milch machte]
Ein Anhänger half bei einem Bhandara in Kainchi mit. Die Malpuas (süße Puris) gingen langsam zur Neige, da das Festmahl bereits seit zehn Tagen andauerte. Als die Menschen kamen, begann man, ihnen Chapattis und Dal zu geben, aber keine Malpuas. Da kamen sechzig oder siebzig Frauen aus weit entfernten Dörfern, nicht nur, um Maharajji zu sehen, sondern weil sie sich nach Malpuas sehnten. Maharajji sagte: „Gebt ihnen Malpuas.“ Ein Anhänger sagte Maharajji, dass keine mehr da seien, und Maharajji tadelte ihn mit den Worten: „Du bist ein Dieb. Es gab reichlich Malpuas. Du hast sie gestohlen. Nehmt ihm die Schlüssel ab. Ich will ihn nicht mehr im Tempel haben. Er soll die Schlüssel zum Vorratsraum nicht mehr haben. Er hat die Malpuas wahrscheinlich irgendwo versteckt.“ Als jemand den Vorratsraum überprüfte, waren dort reichlich Malpuas. Später war Maharajji so liebevoll und zärtlich zu dem beschuldigten Anhänger. [Hier ist hoffentlich klar, wie das funktioniert. Nämlich es muß nun im Game für das Leela, dass es auf einmal wieder reichlich Malpuas gibt, die Plausibilität hergestellt werden, möglich ohne große Wellen zu schlagen (dass es viele mitbekommen). Ergo braucht es einen Sündenbock, dem dann etwas angedichtet wird, "er hat sie versteckt". Da dieser Mann die "Vorratskammer" anscheinend unter sich hatte (er hatte ja die Schlüssel), musste er erstmal den Kopf hinhalten, damit es möglichst wenigen auffällt (plausible Leugnung), dass der Vorratsraum aus dem Nichts wieder reichlich mit diesen Süßigkeiten bestückt ist. Die Narrative (Plausibilität) wurde also geschaffen dadurch, dass der Mann, welcher den Schlüssel zu Vorratskammer hatte, ganz öffentlich eines unlauteren Verhaltens bezichtigt wurde ("Malpuas versteckt"). Jemand anderes, welcher die Bestückung der Vorratskammer nicht kannte (Unschärfe !), geht nun hinein, und findet Malpuas. So bleibt das Leela im engsten Kreis, nämlich unter maharaj ji, und dem Schlüsselinhaber der Vorratskammer]
Der pensionierte Leiter der Strafvollzugsanstalten von Lucknow, ein sehr alter und angesehener Anhänger, berichtet von seinen Erfahrungen mit Maharajji. Die Geschichte ist insofern etwas ganz Besonderes, als sie den Glauben seiner Frau widerspiegelt, der stark genug war, damit Maharajjis Siddhi von Annapurna durch sie wirken konnte.
Er brachte einen in Verlegenheit, überraschte einen unvorbereitet und half einem dann. Eines Abends in Nainital waren wir zum Abendessen in unser Haus zurückgekehrt, nachdem wir den Tag über viel Zeit mit Maharajji verbracht hatten. Wir waren zu viert, und meine Frau hatte gerade genug Essen für unsere Familie zubereitet. Da hörte meine kleine Tochter, wie Maharajji auf dem Weg vom Regierungsgebäude vorbeikam, ging hinaus und sagte: „Maharajji, wir wohnen hier. Komm zu uns nach Hause.“ Ich rief sie zu mir und sagte: „Stör Maharajji nicht. Wir waren heute schon viel mit ihm zusammen.“ Außerdem wurde mir klar, dass wir nur wenig zu essen hatten. Aber Maharajji sagte: „Nein, ich muss zu euch nach Hause“, und er kam herein, begleitet von etwa zwanzig Menschen. Nach nur wenigen Minuten sagte er zu mir: „Diese Menschen haben Hunger. Gib ihnen zu essen.“ Ich wollte nicht nein sagen, weil ich um seine Fähigkeiten wusste, also ging ich in Richtung Küche. Maharajji rief: „Und beeil dich!“ In der Küche flüsterte ich meiner Frau zu, in welchem Dilemma wir steckten. Wir hatten nur genug Gemüse in dem kleinen Topf für uns vier, und der Markt lag weit unten und war bereits geschlossen. Meine Frau, die mehr Vertrauen hatte als ich, sagte:
„Mach dir keine Sorgen. Maharajji wird sich darum kümmern.
„Hier, nimm diesen kleinen Topf (den sie zugedeckt hatte)
und nimm den Deckel nicht ab, um hineinzuschauen. Und da ist
ein großer Servierlöffel. Serviere einfach den Leuten, und
ich werde die Puris zubereiten.“ Ich tat, wie sie gesagt
hatte, und schaute nicht hinein. Ich wusste, dass es sehr
seltsam werden würde.
[Dass der Topf immer voll bleibt, obwohl Kelle um Kelle herausgenommen wird, wirft ein deutliches Licht darauf, wie "echt" im Grunde alles hier ist, nämlich: überhaupt nicht. Was alle Gäste letztlich genossen haben, war ein virtuelles Essen, von letztlich auch nur virtuellen Gästen in einer virtuellen Umgebung ...]
Die Dorfkinder aus der Umgebung kamen oft zum See und hüteten dort ihre Kühe und Ziegen. Eines Tages, als sie niemanden in der Nähe sahen, hängten sie ihre Lunchpakete an die tief hängenden Äste der Bäume und gingen spielen. Als sie zurückkamen, stellten sie fest, dass ihre Lunchpakete verschwunden waren und Maharajji zufrieden unter dem Baum saß. Er lächelte die Kinder an und holte im Tausch gegen ihr Essen Puris und Laddus (eine Süßigkeit, die Hanuman besonders liebte) unter seinem Gewand hervor. Die Kinder aßen sich nach Herzenslust satt.
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29.09.2026 n. Chr. 07.15 Uhr
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Seite 55 Unter Maharaj Ji's Decke
Für einige von ihnen
galt er in erster Linie als der Großvater der Familie:
Für viele war er ein
weiser Ratgeber: Für manche war er
einfach nur ein weiterer heiliger Sadhu:
Eine Frau hat Maharajji nie als großen Heiligen mit übernatürlichen Kräften angesehen. Er sagte, er habe diese nicht, und so glaubte sie ihm. Sie sah in ihm einen heiligen, guten und gütigen Menschen, der ihr Liebe, Zuneigung und inneren Frieden schenkte. Ihr Mann hingegen hielt Maharajji für Gott selbst. In Maharajjis Gegenwart vergaßen beide ihre Probleme.
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30.09.2026 n. Chr. 07.21 Uhr
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Seite 59
Ich hatte nie das Gefühl,
dass die Worte wirklich wichtig waren. Der wahre Guru ist in
uns. Und Maharajji war eine Manifestation, die ich sehen musste,
um diese Wahrheit zu verstehen.
Er sprach mit den Anhängern entsprechend ihrer jeweiligen geistigen Tiefe, je nachdem, welchem Weg der Hingabe sie folgten.
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01.10.2026 n. Chr. 07.53 Uhr
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Seite 61
Einmal tadelte ich Maharajji dafür,
dass er Fotos an Menschen verteilte, die weltlich waren und
sich nicht um ihn kümmerten. Er sagte: „Du verstehst mich
nicht. Wenn ich einem Menschen sage, er sei ein großer
Bhakta [Anhänger], pflanze ich einen Samen. Wenn in einer
Person der Samen bereits gepflanzt ist und wächst, warum
sollte ich dann noch einen pflanzen?“ Ich sagte: „Du sagst
diesen Trunkenbolden, Lügnern und Räubern, dass sie echte
Bhaktas sind. Sie werden einfach nach Hause gehen und ihr
altes Verhalten fortsetzen.“
Maharajji sagte: „Einige von ihnen werden sich daran erinnern, was ich über sie gesagt habe, und das wird in ihnen den Wunsch wecken, diese Eigenschaft in sich selbst zu entwickeln. „Wenn zehn von hundert auf diese Weise inspiriert werden, ist das eine sehr gute Sache.“ * Dieses Zitat und alle anderen, die in dieser Form im gesamten Buch vorkommen, sind direkte Zitate von Maharajji.
Eine von Maharajjis bevorzugten
Methoden im Umgang mit Anhängern, insbesondere mit den
Indern, war die Beschimpfung. Und darin war er ein
Meister. Die meisten Westler verstanden Hindi nicht gut
genug, um die schroffe Sprache zu würdigen, die
Maharajji benutzte, und die meisten Übersetzer nahmen es
auf sich, seine Sprache für ihn zu beschönigen. Die
Inder hatten sich an seine Art zu reden gewöhnt und
interpretierten sie sogar als eine Form der Zuneigung.
Maharajji schlug immer die Menschen, die er mochte.
Wenn er dich beschimpfte, indem er beispielsweise sagte, du seiest böse oder verdorben, wusstest du, dass er dich mochte.
Er beschimpfte die Leute, nannte sie Unruhestifter, sagte ihnen, sie würden nackt tanzen, zu viel trinken, seien Randalierer oder Sherabis (Säufer)
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02.10.2026 n. Chr. 07.57 Uhr
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Seite 64
Ein Verwandter machte mir ständig
Ärger, aber ich sagte nichts dazu. Beunruhigt ging ich
zu Maharajji, und er wusste es sofort und sagte, dass
dieser Mann mich belästigte. Er sagte: „Es ist gut, wenn
dich jemand beschimpft, auch in spiritueller Hinsicht.
Ein Mensch macht Fortschritte, wenn ihn jemand
beschimpft. Mach dir keine Sorgen. Es wird ein Tag
kommen, an dem dieser Mann zu dir kommen und sein Haupt
vor dir neigen wird.“ Eines Tages geschah es. Er kam zu
mir und sagte: „Ich habe all diese Fehler begangen; ich
habe dir unnötigen Ärger bereitet . . . “
Einer der Reize der Beziehungen zwischen dem beschimpfenden, züchtigenden Maharajji und den Anhängern bestand darin, dass viele von ihnen keine Angst hatten, zurückzuschlagen. Und er schien besonders diejenigen zu schätzen, die ihm die Stirn boten.
Ich schrie zurück und fragte, was ich ihm denn getan hätte. Ich war den ganzen Vormittag gereist und hatte den ganzen Tag gewartet, um ihn zu sehen, und das war seine Begrüßung. „Nein!“, sagte ich, „ich gehe nicht weg.“
Er schrie weiter und rief
schließlich den Chaukidar, um mich hinauszuwerfen. Der
Chaukidar kam, die Hände gefaltet, und sprach höflich,
aber beharrlich. Ich schrie Maharajji an: „Lass mich
doch mal sehen, wie dieser Mann mich anfassen wird! Wie
er mich rauswerfen wird! Ich gehe nicht weg.“
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03.10.2026 n. Chr. 07.21 Uhr
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Seite 67
Meine Mutter ist eine große
Anhängerin von Maharajji, und sie hat Maharajji sogar
zurechtgewiesen, wenn sie es für angebracht hielt.
Maharajji sagte über sie: „Seht ihr, sie kann das tun.
Nur Menschen mit reinem Herzen können so etwas tun!“
Andererseits tadelte Maharajji sie manchmal dafür, dass
sie gekommen war. „Oh! Warum bist du gekommen? Du
solltest nach Hause gehen. Du bist ohne die Erlaubnis
deines Sohnes gekommen !“
Oft war die Art des Zusammenspiels zwischen Maharajji und den Anhängernwirklich kindlich.
Maharajji hatte
den ganzen Vormittag in seinem Zimmer verbracht und
vielen Menschen Darshan gegeben. Nach vielen Stunden
flüsterte Dada Maharajji zu, wie ein Vater seinem Kind:
„Komm, Maharajji, du bist den ganzen Vormittag hier drin
gewesen und bist kein einziges Mal auf die Toilette
gegangen.“ Maharajji schob die Schuld ganz auf Dada's
Schultern: „Das ist alles deine Schuld.
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04.10.2026 n. Chr. 07.27 Uhr
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Seite 71
WO HAST DU DAS HER ?
NIEMAND HAT MIR ETWAS GEGEBEN
Maharajji schlief
in vielen Durchlässen. Das taten auch die Banditen. Sie
gingen hinein und schoben die Spinnweben und alles
andere beiseite. In der Nähe von Mathura gibt es einen
riesigen Durchlass unter
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05.10.2026 n. Chr. 07.52 Uhr
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Seite 74
Einmal saßen ein Inspektor, dem
Bestechlichkeit vorgeworfen worden war, der
Zentralbeauftragte für Verbrauchsteuern und Maharajji
beisammen. Maharajji fragte den Inspektor: „Du nimmst
Bestechungsgelder an, nicht wahr?“ Der Mann zitterte und
weinte. Maharajji fragte den Beauftragten: „Wird er
entlassen und ins Gefängnis kommen?“
[Diese Begebenheit, von rajida selbst berichtet, findet sich als "302. EINE LEBENSLANGE BUßE" in "göttliche wirklichkeit" noch etwas detailreicher wieder]
Während Maharajjis Abwesenheit wurden
mehrere Säcke Zement aus dem Ashram in Vrindaban
gestohlen. Sobald er zurückkehrte, ließ er den Gärtner
zu sich rufen.
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06.10.2026 n. Chr. 07.31 Uhr
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Seite 79
Als Mahā Rajji einem amerikanischen Anhänger den Namen Chaitanya Maha Prabhu gab, erklärte er ihm, dass dieser Name „Gottesbewusstsein im Herzen“ bedeute. Später schrieb Chaitanya ein Gedicht, das auf zarte Weise die kostbaren Momente und Gefühle andeutet, die wir in Maharajjis Gegenwart teilten.
Es ist wahr, es ist seltsam,
Gedanken entstehen und vergehen.
Mir zu helfen ist doch eine Kleinigkeit.
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07.10.2026 n. Chr. 08.25 Uhr
Der Nebel lichtet sich, und es ist die Uhrzeit, wo für gewöhnlich die Meisen vorbei kommen, und den Zitronenbaum auf dem Balkon abgrasen. Jetzt kommt übrigens wieder etwas mehr "Grip" in die Begebenheiten rund um maharaj ji. In der spirituellen Szene ist ja das Gegenteil von Angst üblicherweise liebe, doch hier bei ram dass ist es - in Hinsicht auf maharaj ji - Vertrauen. Weiter geht es also, mit Auszügen aus dem dem Buch "Miracle of love" von ram dass - auf Deutsch. Auch hier lautet der inoffizielle Titel natürlich:
"Von den Zielsetzungen und Möglichkeiten eines Avatars im God-Mode"
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Seite 89
All das
farbenfrohe Melodram, das sich überall dort abspielte,
wo Maharajji hinkam; all die unterschiedlichen Arten,
wie die Anhänger über Maharajji dachten und auf ihn
reagierten, und seine vielen Gesichter als Antwort
darauf; der Zorn und die Beschimpfungen, die
Zurechtweisungen, die Zärtlichkeit – all das erfüllte
Zeit und Raum, wenn wir in seiner Nähe waren, und doch …
wussten wir, dass dies ein Teil, aber nicht das
Wesentliche der Beziehung war. Es waren nicht Taten oder
Worte oder Meinungen, sondern etwas weitaus Subtileres,
das Maharajji uns vermittelte. Es war tief in
Auf dieser
tieferen Ebene empfanden wir Maharajji als den Hirten
und uns selbst als Teil der Herde. Durch diesen
unausgesprochenen Prozess entwickelten wir Vertrauen, wo
zuvor Angst geherrscht hatte. Unser Vertrauen bestand
darin, dass wir inmitten der sich wandelnden
Ungewissheiten des Universums, wenn wir Maharajji in
unseren Herzen behielten, wenn wir einfach
vertrauensvoll unter seiner Decke blieben, alles gut
werden würde.
Maharajji rief
mich einmal zu sich und sagte: „Ram Dass, du sollst
nichts fürchten.“ (R. D.)
Dann erinnerte er
mich daran, wie Ram seine Anhänger beschützte. Er sagte,
auch er würde seine Anhänger immer beschützen. Selbst
wenn sie Hunderte von Morden begingen, würde er ihnen
vollständigen Schutz gewähren.
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08.10.2026 n. Chr. 08.07 Uhr
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Seite 92
Die Feinde einer
bestimmten Familie hatten aus irgendeinem Grund das Haus der
Familie umzingelt und sie drei Tage und Nächte lang darin
eingesperrt. Wenn sie noch länger drinnen blieben, würden sie
verhungern, und wenn sie nach draußen gingen, würden sie von
diesen Bösewichten geschlagen werden. Während die Familie
drinnen über ihr Dilemma beriet, hörten sie vor ihrer Tür Rufe:
„Macht auf! Macht auf! Kommt raus und kämpft! Seid ihr Männer
oder seid ihr Feiglinge? Kommt schon!“ Sie spähten nach
draußen und sahen Maharajji, der mit einem Stock herumfuchtelte
und schrie. Sie schnappten sich alle Stöcke und rannten zu
Maharajji hinaus. Als die Angreifer sahen, dass die Familie mit
Stöcken bewaffnet war und von diesem dicken Mann angeführt
wurde, rannten sie davon.
Als wir eines Tages in
Madras waren, sagte Maharajji: „Ich möchte meine Augen von einem
guten Arzt untersuchen lassen. Wer ist hier ein guter Arzt?“ Ich
sagte ihm, dass es in der Nähe einen Facharzt
Ein Anhänger aus Allahabad erzählte, er habe Maharajji vor vierzig Jahren getroffen. Er war nachts unterwegs und hatte sich völlig verirrt, als er plötzlich eine Höhle sah, in der es hell leuchtete. Als er sich der Höhle näherte, entdeckte er Maharajji, der dort saß. Maharajji gab ihm etwas zu essen und sagte nach dem Mahl: „Du hast dich verirrt. Geh in diese Richtung.“ Nach etwa fünfzehn Schritten sah der Anhänger plötzlich das Dorf. Doch als er sich umdrehte, waren die Höhle und die Umgebung der Höhle nicht mehr da.
(Diese Begebenheit erinnert an den Erdrutsch, der eine Strasse versperrte, welcher Erdrutsch allerdings für maharaji ji und seinen Fahrer nicht existierte. Sie passierten die Strasse 4x an diesem Tag - für sie gab es diesen Erdrutsch nicht (ihre Strasse wurde ohne diesen gerendert, war also ganz normal passierbar). Die Ähnlichkeit zu obiger Begebenheit besteht darin, dass der Mann, der sich "verirrt" hatte, in einen separaten Datenstrom überführt wurde, ausgeklinkt aus dem kollektiven, "objektiven" Rendering - was dann auch sein "Verirren" erklärt - und in ein "single Player Game" überführt. In diesem nun ereignete sich obiges. Als er maharaj ji den Rücken kehrte, "geh in diese Richtung", herrschte maximale Unschärfe, maharaj ji und die Umgebung wurden herausgenommen aus dem Rendering, und der Mann tauchte wieder ein in die "objektive" Spieloberfläche des Multi-Player Games, ganz nah am Dorf wurde die Figur wieder "hinein gerendert". "Ich mag die
Quantenmechanik nicht, ich möchte einfach glauben, dass der Mond
da ist, auch wenn ich nicht hin schaue."
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09.10.2026 n. Chr. 08.38 Uhr
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Seite 94
Maharajji bat oft einen
seiner Anhänger, einen armen Mann, ihn auf langen Pilgerreisen
zu begleiten. Der Anhänger willigte stets ohne zu murren ein,
obwohl er sich oft Geld leihen musste, um diese Reisen zu
finanzieren. Einmal bat Maharajji ihn, nach Badrinath zu kommen.
Bevor er aufbrach, zeigte der Mann auf das kleine Bild von
Maharajji auf ihrem Puja-Tisch und sagte zu seiner Frau,
falls sie aus irgendeinem Grund mit ihm in Kontakt treten wolle,
während er fort sei, solle sie sich an Maharajjis Foto wenden,
da die beiden zusammen sein würden. Ein paar Tage später, hoch
oben im Himalaya, wandte sich Maharajji plötzlich an diesen
Anhänger und sagte: „Warum bist du mitgekommen?“ Als er zurückkam, fragte der Anhänger seine Frau. Sie erzählte, dass sie, als das Essen schließlich aufgebraucht war, zu Maharajjis Bild gegangen sei und ihm gesagt habe, dass es im Haus kein Essen mehr gebe. Innerhalb weniger Minuten kam eine wohlhabende Nachbarin, die sie wie eine Tochter behandelte, mit Säcken voller Mehl, Reis, Dal und so weiter zum Haus. Sie ging zum Bild und dankte Maharajji.
In einer dunklen,
regnerischen Nacht in Kainchi weckte Maharajji mehrere Anhänger
und sagte, dass eine halbe Meile die Straße hinauf ein Jeep
feststecke. Er sagte, sie sollten den Insassen Tee bringen. Die
Anhänger rannten los, weil er ihnen sagte, sie sollten sich
beeilen. Maharajji wollte, dass sie dort hinaufgingen, wo es
keinen Weg gab. Sie fanden den Jeep mit vier Frauen und einem
Mann, die dort ohne Decken gestrandet waren.
[In "göttliche wirklichkeit" ist noch ein kleines aber wichtiges Detail zu lesen, warum das Auto nicht gekauft werden sollte. So maharaj ji sagte: "das Auto hat einen Defekt, es wird zu einem Unfall kommen".]
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10.10.2026 n. Chr. 08.01 Uhr
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Seite 96
Einmal in Haridwar badete
ein Mann im Fluss und verlor den Halt. Der Mann wurde hin und
her geworfen und wie ein Stück Holz in einem Strudel
mitgerissen. Er war ein gutes Stück älter als seine Frau (er war
zweiundfünfzig und sie fünfzehn, als sie heirateten), die ihm
sehr zugetan war. Nachdem sie Maharajjis Namen angerufen hatte,
sprang sie in den Fluss und zog ihren Mann ans Ufer. Als sie zu
der Stelle gingen, an der Maharajji sich befand, erzählten ihnen
die Leute dort, dass Maharajji unausstehlich und sehr ausfallend
gewesen sei und niemanden an sich heranlassen wollte. Die Frau
ging hinauf und klopfte sanft an die Tür. Er bat sie freundlich
herein und erkundigte sich nach ihrem Nasenring (den sie im
Fluss verloren hatte). (Der Verlust eines Nasenrings ist ein
schlechtes Omen
(diese beiden Vorkommnisse, also Rettung die des Mannes und die Beschimpfungen lassen eigentlich keinen Zusammenhang erkennen, keinen gemeinsamen Nenner, oder irgendeine "Kausalität". Außer vielleicht auf "Punkteebene". Nur als Idee, wenn es an dem ist, maharaj ji schafft oder nutzt viele "Pluspunkte" für die Rettung, die muss er irgendwo durch ausgleichen, indem er woanders eine höhere Entropie schafft (Beschimpfungen). Was weiß ich, wie das funktioniert ...)
Eine weibliche Anhängerin
saß in der Ecke des Raumes neben einem fremden Mann. Maharajji
sagte zu ihr: „Komm, setz dich hierher. Das schlechte Karma
anderer Menschen kann einen Menschen beeinflussen.“
(1: erster
Ministerpräsident Indiens, Widerstandskämpfer.
(Nach dem Biss einer Kobra kann der Tod ohne ärztliche Hilfe innerhalb von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden eintreten, je nach Art der Schlange und der Menge des injizierten Gifts. 3 Meilen sind etwa 5 Kilometer. Eilt der Devotee, ist er in 30 Minuten im Dorf bei dem Ehemann. So wusste also maharaj ji auch, wie lange der Sterbeprozess gegangen wäre (etwas über 5 Stunden), und damit natürlich auch die virtuelle Schlangenart, wie die Menge des injizierten und natürlich auch nur virtuellen Giftes, welches dann zum virtuellen Ableben geführt hätte)
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11.10.2026 n. Chr. 07.59 Uhr
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Seite 98
Ein Förster aus Agra kam auf seinem Weg nach Kalkutta nach Kainchi, und Maharajji sagte zu ihm: „Geh heute noch nicht weg.“ „Aber Maharajji, ich muss gehen. Ich habe einen Termin.“ Maharajji bestand darauf. Der Förster war missmutig, ging aber nicht. Am nächsten Tag las er in den Zeitungen, dass Indiens schwerster Zugunfall seit Menschengedenken den Zug betraf, in dem er gesessen hätte.
(Hier könnte man darauf, dass so ein klassischer Fall aussieht, in welchem "gott" sich in einmischt, und das Schicksal abändert)
(Bei rajida, in "göttliche wirklichkeit" wird eine sehr ähnliche Begebenheit erzählt, nur ist dort der Kriegsschauplatz in Deutschland (WW2). Diese ist wesentlich detaillierter --> Link (Nr. 183). Es kann aber natürlich auch angehen, dass er die Nummer mit der Decke, welche die Kugeln einfängt, auch öfter gebracht hat, ähnlich wie beim "Wasser zu Ghee", was bei ihm ja oft vorgekommen ist)
(Ähnlich wie bei der ersten und zweiten Begebenheit wäre wohl das virtuelle Ableben eingetreten, hätte maharaj ji sich nicht eingemischt.)
Ich war während der Zeit
der Teilung bei Maharajji, und es gab so viele Flüchtlinge aus
Pakistan, dass man kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen
konnte. Maharajji und ich bahnten uns einen Weg durch die Menge,
und eine Frau kam, verneigte sich vor ihm und bat ihn, zu kommen
und ein neugeborenes Baby zu segnen, das sich in einiger
Entfernung von uns befand. Maharajji willigte ein.
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12.10.2026 n. Chr. 08.41 Uhr
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Seite 102
Als Maharajji einmal in einem fensterlosen Raum saß, sagte er: „Oh, soundso kommt gerade!“ Nur wenige Augenblicke später betrat diese Person den Raum.
Maharajji fragte einen
Mann, ob er jemals zuvor einen Ort wie Kainchi gesehen habe – so
Unsere Familie ist groß,
aber nicht reich, doch dank seines Segens kommen wir ganz gut
zurecht. Meine Stelle bei der Bank habe ich durch seine Gnade
bekommen. Nachdem ich mein Vorstellungsgespräch
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13.10.2026 n. Chr. 07.11 Uhr
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Seite 104
[An dieser Begebenheit ist noch viel mehr "Fleisch" dran, und ram dass erzählte diese oft und gerne bei seinen Vorträgen und Interviews]
D E R G U R U M U S S A L L E S Ü B E R D I C H W I S S E N.
Das Wertvollste an Maharajji lässt sich nicht in Geschichten beschreiben – wie zum Beispiel das Massieren seiner Beine. Wenn mir beim Massieren ein unnützer Gedanke durch den Kopf ging, zog er meine Hand weg; und wenn ich dann meinen Geist wieder zentrierte, legte er meine Hand wieder zurück. Auf diese subtile Weise lehrte er einen.
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14.10.2026 n. Chr. 08.11 Uhr
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Seite 107
Als ich einmal hoch oben
in den Hügeln hinter dem Tempel wohnte, wo es sehr kalt war,
hörte ich von einigen neu angekommenen Anhängern von einer
Rettungsdecke, die von Astronauten verwendet wurde, sehr warm
war und nur ein paar Unzen wog. In meiner kalten Hütte dachte
ich immer wieder daran, wie schön es wäre, eine solche Decke zu
haben.
Maharajji konnte einem schon mit einem
einzigen Blick eine ganze Lehre vermitteln. Man saß da und
durchlebte innerlich unglaubliches Leid. Er schaute einen
einfach nur an, und schon veränderte sich das ganze eigene
Wesen. Ich weiß nicht, ob er tatsächlich etwas tat oder ob
es nur die Art war, wie er dich ansah, aber du wusstest,
dass das Universum in Ordnung, und dass für dich gesorgt war.
Zu anderen Zeiten schweiftest du gedanklich völlig ab, und
schon der kleinste Blick von Maharajji reichte aus, um dich
völlig zu demontieren.
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15.10.2026 n. Chr. 08.49 Uhr
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Seite 108
Ein Ehepaar erzählt folgende
Geschichte:
Ehemann: Ich arbeitete in Kalkutta im Pockenprogramm. Es war einer dieser Momente, in denen ich einen winzigen Anflug von Reue verspürte. Ich ging durch die Straßen von Kalkutta und sah all die Bettler, dachte über ihr Leiden nach und geriet wie üblich in meine Auseinandersetzung mit Gott über das Leiden. „Das ist wirklich nicht nötig“, sagte ich immer wieder zu ihm. Zu dieser Zeit las ich den „Phaidon“, Platons Bericht
über Sokrates’ Tod, der damit endet, dass Sokrates und
seine Schüler darüber diskutieren, ob Sokrates die
Einnahme des Schierlings aufschieben sollte, und
Sokrates sagt, man solle ihn hereinbringen, denn es
mache keinen Unterschied. Die Schüler weinen alle, und
er sagt zu ihnen: „Hört zu, es gibt nur zwei
Möglichkeiten: Entweder gibt es etwas nach dem Tod, oder
es gibt nichts nach dem Tod. Wenn es nichts nach dem Tod
gibt, dann danke ich Gott, dass ich endlich einen guten
Schlaf finden werde. „Und wenn es nach dem Tod noch
etwas gibt, dann habe ich zumindest die Chance auf ein
gutes Gespräch.“ Dann brachten sie ihm den Schierling,
den er zu sich nahm und starb.
Dada sagte: „Gedankenlesen, die Zukunft vorhersagen
und wissen, wer kommen würde und so weiter – solche
Dinge passierten ständig um Maharajji herum.
Die „M a ’s“, wie sie genannt wurden, waren Frauen, deren größte Freude darin bestand, sich um Maharajji zu kümmern. Einmal hatte ein Arzt gesagt, Maharajji solle bestimmte Tabletten um 10:00 Uhr einnehmen. An diesem bestimmten Morgen brachten die „M a ’s“ die Medizin zehn Minuten zu spät. Maharajji sagte schroff: „Wenn ihr euch nicht besser um mich kümmert, werde ich eure Gedanken gegen mich aufbringen“ – was die schlimmste Drohung war, die er aussprechen konnte.
.
Ich war Bahnhofsvorsteher in Mount Abu, und Maharajji hatte versprochen, irgendwann einmal dorthin zu kommen. Wenn ich dienstfrei hatte, hielt ich mich grundsätzlich nie im Bahnhof auf. Doch an diesem einen Tag hatte ich mich lange mit einem Freund unterhalten, und als ich ging, wollte ich irgendwie von meiner Regel abweichen und durch den Bahnhof abkürzen, um Zeit auf dem Weg nach Hause zu sparen. Gerade als ich den Bahnhof betrat und hindurch eilte, kam der Bombay Mail an, und da stand Maharajji und klopfte an das Fenster.
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16.10.2026 n. Chr. 07.23 Uhr
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Seite 111
Einige von uns
Westlern meditierten gemeinsam in einem buddhistischen
Ashram in Bodh Gaya. Nach einer Weile waren einige von uns
bereit, eine Pause einzulegen und weiter nach Delhi zu
fahren, das mehrere hundert Meilen entfernt lag, um Shivas
Geburtstag zu feiern. Eine der Frauen in der Gruppe, die mit
einem Charterbus auf dem Landweg nach Indien gekommen war,
berichtete, dass der Busfahrer auch gerne mit uns Zeit
verbringen wollte. Also verließen vierunddreißig von uns
Bodh Gaya, trafen in Benares auf den Bus und machten uns auf
den Weg nach Delhi.
Aber wenn das so war, wer von uns hätte dann gedacht, dass er im Bus eine Entscheidung darüber traf, ob er das Mela-Gelände besuchen würde? Anscheinend verhält sich alles nicht so, wie "ich dachte", dass es sei. (.R .D .)
Nur Maharajji wusste, warum er sich gerade an bestimmte Personen erinnerte, wenn er es tat. Anscheinend lag es jedoch nicht ganz in seiner Hand, denn viele Anhänger stellten fest, dass sie durch das Denken an ihn seine Aufmerksamkeit oder sogar seine physische Anwesenheit auf sich zogen.
Maharajji sagte zu mir: „Du machst dir immer Sorgen um dies und das! Warum machst du dir darüber Gedanken?“ Er nahm sein Abendessen bei mir zu Hause ein, stieg dann in den Jeep und kehrte nach Kainchi zurück.
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17.10.2026 n. Chr. 07.36 Uhr
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Seite 114
Der amtierende Polizeichef war, als er erfuhr, dass er nicht bestätigt werden würde, sehr aufgebracht und beschloss, zurückzutreten. Gegen 20:00 Uhr befand er sich mit seiner Frau zusammen, als ein Ordonnanzoffizier hereinkam und sagte: „Draußen sitzt ein Mann auf der Straße und ruft nach Ihnen.“ Er wusste, dass es Maharajji war. Maharajji sagte zu ihm: „Du hast geweint. Du hast daran gedacht, zurückzutreten. Wie töricht.“
Wo immer Maharaji war,
herrschte Chaos und Verwirrung. Manchmal wurden zwei Personen
mit derselben Aufgabe betraut, ein anderes Mal wurde eine Person
geschickt, um das rückgängig zu machen, was die erste gerade
tat. Maharajji sagte der einen Person das eine und einer anderen
das Gegenteil; wenn er mit solchen Widersprüchen konfrontiert
wurde, leugnete er alles. Diese Verwirrung diente einer Reihe
offensichtlicher Zwecke. Erstens verschleierte sie seine Kräfte,
sodass niemand
Maharajji war niemals an irgendetwas gebunden. Er folgte keinen Vorschlägen und tat das Unerwartete. Wenn ich ihn zum Beispiel bat, länger zu bleiben, stand er auf und ging.
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18.10.2026 n. Chr. 08.05 Uhr
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Seite 116
[1 indische
Fladenbrote]
Eines Morgens begrüßte
Maharajji seine Anhänger mit der Klage über ein sehr
schmerzendes Knie. Einige Anhänger nahmen ihn ernst und schlugen
verschiedene Heilmittel vor. Andere nahmen die Beschwerde auf
die leichte Schulter und sagten Maharajji, er solle sich selbst
heilen, da er selbst die Ursache für seine Beschwerden sei.
Dennoch wurden Öle, Salben und Umschläge auf die schmerzende
Stelle aufgetragen, doch alles ohne Erfolg. Maharajji beharrte
darauf, dass diese Heilmittel nicht wirken würden und dass man
stattdessen ein bestimmtes Mittel bräuchte, das er einmal bei
Dada zu Hause gesehen hatte. Er nannte es das
„Schnurrbart-Mittel“ und zwirbelte seinen Schnurrbart, um darauf
hinzuweisen. Er sagte, es sei das einzige Mittel, das wirken
würde. All dies sagte diesem Anhänger nichts, der sich an kein
Medikament im Zusammenhang mit einem Schnurrbart in seinem Haus
erinnern konnte. Später am Tag ging der Anhänger zum Basar, um
Vorräte für den Ashram zu kaufen. In der Apotheke fiel ihm ein
Bild eines bärtigen Mannes auf einer kleinen Schachtel mit „Sloan’s
Balm“ auf, einem wärmenden Arzneimittel. Er kaufte es und gab es
Maharajji. Maharajji rief:
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19.10.2026 n. Chr. 09.00 Uhr
Hier kommt jetzt gleich die "Zug-Geschichte", so wie sie ram dass aufgefasst hat, respektive, was ihm erzählt wurde. Im Kern bleibt sie schon die gleiche, aber jetzt kommt's - es macht Sinn, was der Enkel von maharaj ji sagte, nämlich dass neem karoli baba den Zug zwar wieder fahren ließ, doch selber nicht mehr einstieg. Denn, "zufällig" genau dort ließ der Schaffner den Zug anhalten (wegen der fehlenden Fahrkarte), wo sich das Dorf Neeb Karori befand. Daher neeb karori baba - im Westen neem karoli baba. Dass er nicht wieder in den Zug stieg, und sagte "ich gehe zu Fuß" (so der Enkel), ist jetzt klar, denn er hatte ja in Neeb Karori seine Höhle. Doch eben dieser Vorfall, welchen hunderte mitbekommen haben, machten ihn so "berühmt" (schon in jungen Jahren), dass er das Dorf dann verließ. Der Name (Baba von neeb karori) ist geblieben. Die Station wurde errichtet, und bekam den Namen, unter welchem er damals bekannt war (lakshman das):
Baba Lakshman Das Puri (Puri ist sowas wie Station, Haltestelle)

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Seite 118
Zur Zeit des großen Havan, der Feuerzeremonie, sagten viele Leute, sie würden fasten, aber nach zwei Tagen fasteten sie doch nicht mehr. Und alle, die gesagt hatten, sie würden nicht fasten, fasteten am Ende doch.
Alles macht gott
In der Tradition der großen Yogis Indiens reichten Maharajjis Kräfte weit über das Erkennen der Gedanken anderer hinaus. Eine Fülle von Wundern strömte aus ihm heraus, und obwohl er uns mit Leugnungen und Verwirrung Sand in die Augen streute, durften wir diesen außergewöhnlichen Vorgang dennoch erahnen. Doch so erstaunlich und dramatisch solche Phänomene auch waren, in den Augen der engen Anhänger von Maharajji waren sie nicht das Wesentliche. Maharajji selbst war das Wunder. Allein schon die Tatsache, in seiner Nähe zu sein, ließ das Alltägliche wundersam erscheinen, und umgekehrt erschien das Wundersame ganz gewöhnlich. Doch wenn sich Anhänger versammeln, sind es immer noch die Wundererzählungen, die ihnen am leichtesten über die Lippen kommen. Vielleicht liegt das daran, dass solche Geschichten „erzählbar“ sind, während der Ozean der Liebe, die Zärtlichkeit und das heilende Mitgefühl, mit denen Maharajji – wie Christus – seine wahren Wunder an uns wirkte, unbeschreiblich sind. Worum ging es bei diesen Wunderkräften? Vielleicht erfüllten sie jene Funktion, die der große Heilige Shirdi Sai Baba, der Wunder auf ungewöhnliche Weise einsetzte, ihnen zuschrieb: „Ich gebe ihnen, was sie wollen, damit sie wollen, was ich gebe.“ Alle Wunder betreffen das physische Universum,´die Welt, die materielle Ebene, doch der Kern dessen, was wir mit Wesen wie Maharajji zu tun haben, ist geistiger Natur – was weit über solche Wunder hinausgeht. Wunder sind nichts anderes als das Unerwartete; und im Geist gibt es nichts Erwartetes – also gibt es auch nichts Unerwartetes.
(1) Die
Eisenbahnbeamten mussten versprechen, für das Dorf Neeb Karori
einen Bahnhof bauen zu lassen (zu dieser Zeit mussten die
Dorfbewohner viele Meilen zum nächsten Bahnhof laufen), und
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