Der Wasserwandel
Gedanken zu arthur schopenhauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ihr hier NUR die News seht - das komplette Wasserwandel-Web --> HIER

 
Es ist wichtig, einzusehen, daß wir in der heutigen Physik nicht wissen, was Energie ist.“

 richard feynman - Physiker und Nobelpreisträger
 


Macht die Kranken gesund, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf, treibt die Teufel aus.

 Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch.

matthaeus 10/8

 

"Wer von der Quantenmechanik nicht zutiefst geschockt ist, der hat sie nicht verstanden"
niels bohr - Physiker und Nobelpreisträger

 

 


 

"Der Intellekt, der Geist, ist wie ein Fallschirm - er kann erst dann funktionieren, wenn er völlig offen ist"

jordan maxwell
 

 

 

 


 
 

 

 

 

"ich glaube, ein wichtiger Punkt, warum in Deutschland unsere Bücher so populär sind, liegt darin, dass sich unsere Diskussionen dem Idealismus nähern, beziehungsweise, dass wir uns analytisch, metaphysisch, objektiv und ontologisch mit einigen der reichsten Traditionen des deutschen Idealismus treffen, mit schopenhauer und anderen brillanten Denkern, die an dieser wahrheit dran waren.

Ein Großteil ihrer Arbeit tritt mit dieser wissenschaftlichen Revolution in ein neues Licht ..."

eben alexander
Neurochirurg und sehr Nahtoderfahrener

 

 

 

 

 

16.08.2021 n.Chr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nehmt euch ein Computerspiel, welches dieser Oberfläche hier im Grunde gleicht. Ein Multi-Player-Game, man sammelt Ingenieurswissen, konstruiert, baut, und versucht, auf Biegen und Brechen irgendwie den nicht allzu entfernten Mond zu erreichen. Nur aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen klappt das irgendwie nie, irgendwas scheint zu verhindern, dass man zum Mond gelangt.

 

 

 

 

 

"spellbound" =  gebannt, verzaubert

Wenn es noch nicht geladen ist, wartet etwas, es geht nur ein paar Sekunden !

 

 

Apollo 11 Press Conference

 

 


This is a portion of the Apollo 11 press conference. Hoaxtards claim the Astronauts looked like they were at a funeral, that they looked depressed because they were being forced to lie about going to the moon. Of course, the hoaxtards cherry-pick portions of the video to demonstrate their claims. So now I'm cherry-picking a portion of the same news conference that shows the Astronauts laughing and cutting up with the press.
 

 

 

 

Und nehmt mal an, dass es viele Gruppen in diesem Multi-Player spiel versuchen, zum "Mond" zu kommen, aber aus diversen Gründen es dann doch immer scheitert. Sich die Gruppen, die ja wissen, dass es "nur" ein Spiel ist, dann austauschen, sinnieren, woran es denn liegen könnte, weil man doch eigentlich alle Parameter im spiel beachtet hat. Und schließlich, nach vielem hin und her, endlosen Diskussionen, einigt man sich auf den wahrscheinlichsten Grund, warum man, trotz Beachtung aller Regelsätze, es nicht zum Mond schafft.  Und der ist: es ist vom Programm, von der Programmierung her nicht vorgesehen. Und man nimmt als wahrscheinlichsten Grund, warum das nicht vorgesehen ist, wiederum an, dass es deswegen nicht vorgesehen ist, weil der Mond nicht im Detail "durch" und fertig programmiert ist. Und auch hier wird in den diversen Gruppen des Multi-Player spieles noch weiter diskutiert, warum nun wenigstens der Mond nicht auch noch als Benutzeroberfläche zur Verfügung steht, und einigt sich auch hier darauf, dass das schlichtweg wohl nicht zur Gesamtintention des spieles, des programmierers zu gehören scheint.

Wenn bei World of Warcraft es einfach niemand, niemand schafft, durch ein bestimmtes Gebiet der "Monster" in das nächste Gebiet zu kommen, einfach niemand hat das bisher geschafft, weil die "Monster" viel zu übermächtig sind, warum sind die so "über"-"mächtig" ? Genau, sie sind es "nur" deshalb, um (erstmal) plausibel davon abzulenken, dass "hinter" diesem Gebiet einfach kein anschließendes mehr programmiert ist. Ergo gibt es nur die "Monster", welche per regelsatz einfach solche virtuelle Kräfte haben, dass es schlicht niemand schaffen kann, an ihnen vorbei zu kommen.

Und vielleicht ist "der Mond" nur ein, aber eben sehr herausstehendes Beispiel für etwas, was im spiel "nicht vorgesehen" ist. wer weiß denn schon, ob es nicht Tonnen von "Kleinigkeiten" gibt, die man doch eigentlich erreichen, schaffen können müßte, doch es irgendwie ganz plausibel "verhindert" wurde, aber eben nur schlichtweg aus dem Grunde, dass diese "Kleinigkeit", oder was es auch immer sein soll, einfach in der Programmierung nicht vorgesehen ist, ergo auch nicht "auf dem Screen" (Maya) sich zeigen kann.

Wer jetzt grad hinzu gekommen, und neu hier ist, der natürlich denkt: "was quatsch der denn da", doch nach über 40 Jahre Nachdenkerei, Grübelei, also ab dem 8en lebensjahre, was wirklichkeit ist, wie sie aufgebaut ist, und zu welchem Zweck, ist das jetzt nunmal von allen Theorien die es "da draußen" gibt, die widerspruchsfreieste Theorie aller Theorien, weil sie sich deckt mit der Empirie und eben auch echter ! Wissenschaft:

 

 

 

dieses hier, diese wirklichkeit ist eine simulierte arbeits- und lernumgebung.

 

 

Und "der Mond", nur als ein Beispiel, hat eben überhaupt nichts zu tun mit der hier zu bewältigenden arbeitsaufgabe, der lernaufgabe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ja.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

»Die Welt ist meine Vorstellung« – ist, gleich den Axiomen Euklids, ein Satz, den Jeder als wahr erkennen muß, sobald er ihn versteht; wenn gleich nicht ein solcher, den Jeder versteht, sobald er ihn hört.

 

arthur schopenhauer, Einleitung zu "Welt als Wille und Vorstellung" (Band 2)

 

 

 

 

Eine lern - und arbeitsumgebung.

dass die menschen darauf nicht kommen, dass sie diese wirklichkeit so hartnäckig als "physisch" noch ansehen, und das selbst für 99,999% der "Aufklärungsszene" noch gilt, liegt wohl daran, dass es auch mit wirklich harter Arbeit verbunden ist, darauf zu kommen, diesen Download genehmigt zu bekommen, die Freigabe zu erhalten.

 

 

 

"Die schwerste Arbeit, welche ein mensch verrichten kann, ist, zu denken.
Daher die Meisten mit einem Minimum davon auszukommen suchen"


arthur schopenhauer

 

 

 

Wobei ich allerdings noch zusetzen möchte, dass das "Denken" im Wortsinne seinen angestammten platz im objektiven hat, aber nicht angewandt werden sollte im Subjektiven.

 

 

 

"Am Webstuhl der Gedanken spann ich mein Gespinst,
doch alles fortschreitend macht offenbar - die Zeit"

juvenal

 

 

 

 

Der mensch denkt, gott lenkt"

 

"Erstens kommt es anders, und zweitens - als man denkt"

 

 

 

 

Begreift man jetzt "Denken" als datenbankeintrag, wird letzteres Zitat sogar gut verständlich, denn du hast dir das zwar alles gut ausgemalt, aber natürlich sind die "daten" auch "dem rechner" bekannt, und das ab der ersten Sekunde,  vielleicht eben deshalb es anders kommt, als du denkst.

 

 

 

 


Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof.

Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg.

Er lächelte und sagte: »Von mir willst du den Weg erfahren?« »Ja«, sagte ich, »da ich ihn selbst nicht finden kann.« »Gibs auf, gibs auf«, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen.
 


franz kafka

 

 

 

Das könnte wirklich DAS kafkasche Thema sein: du bist deine Verhinderung eben durch den Denken. Zieht sich durch beinahe alle seine Prosa, seine Kurzgeschichten.

 

 

 

"Sich aus einem elenden Zustande zu erheben, muß selbst mit gewollter Energie leicht sein"

franz kafka

 

 

 

 

War es nicht auch bei jesus zu finden, dass er meinte, man solle das mit der Denkerei im Subjektiven sein lassen ?  Doch wie gesagt, aus datenbank-, datenbankeintrag-Perspektive ließe sich das gut verstehen, dass es dann gerade anders kommt, weil du dir es so oder so bereits "durchgedacht", "ausgemalt" hattest.

Wobei man da sauber die Intention abgrenzen sollte, welche nicht in Denken, nicht in Begriffen sich bewegt, sonder eher die emotionale, moralische Position zu etwas zu sein scheint, nicht die Situation "auf dem Screen", sondern mehr die "Absicht dahinter" betrifft, im Sinne der aristotelischen causa finalis, welche man im Spiel selbst nicht finden kann, und aber dennoch von ihr ausgehen muß, da z.B. die Giraffe sonst nicht zu ihrem langen Hals hätte kommen können (schopenhauer).

Intention scheint der freie und ausschlaggebende Parameter im spiel zu sein. man hört sie nicht, man sieht sie nicht, man kann sie nicht messen, und doch, sagen das nicht auch alle guten und alten Traditionen, Religionen und Lehrer, dass Intention das letztlich Bestimmende im Dasein ist ?

Die "innere Haltung zu", also sehr wahrscheinlich ist das, was wir landläufig als "das moralische" bezeichnen, ist da, was unseren Pfad durch das spiel gestaltet. Wo die moral ist, ist das Gewissen, und wo das Gewissen ist, ist das, was man "der große geist", "der heilige geist" nennt, und so mal jesus sagte, dass man gegen ihn und auch gott reden und auch handeln könne, und es keine Folgen haben wird, doch, wenn man wider den heiligen Geist handelt, und auch redet, dann wird das Folgen haben.

Aus datenbankperspektive ist das dann sozusagen das "pfadbestimmende" Element, deine jeweilige Haltung zu etwas (Attribut, nicht sichtbar auf dem Screen).

Ja ich weiß, das ist wieder dolle viel Stoff, und das hatte ich mir auch garnicht vorgenommen, das floss jetzt einfach so aus den virtuellen Fingerkuppen. Und vielleicht sind wir hier ja auch nahe am Konzept "Dharma" ? Also - es mag schon ok sein mit etwas Denkerei, nur, es muß zur richtigen Zeit und eben und vor allen Dingen mit der richtigen Intention dahinter (Haltung, Ziel) sein, und - jetzt kommts - wohl auch noch verträglich und in Übereinstimmung mit der intention des spieles selbst (zu diesem Zeitpunkt). Hier, was zwar irgendwie "gut" sein mag für die gesamte menscheit, kann zu einem gewissen Zeitpunkt alles andere als gut sein, eben weil das spiel eine völlig andere Intention hat. Genauer ausgeführt hier:

 

Das Prinzip: Klappe halten

 

Deine ureigene Intention also "noch lange nicht reicht", sondern sie halt auch noch passen muß zur Intention des spieles selbst zu diesem Zeitpunkt. Das scheint mir das "Dharma"-Konzept zu sein (so, wie ich es eher rudimentär bisher verstanden habe). So etwa ein Panzer genauso aus daten beseht, wie ein gefühl, wie grübelei, wie eben alles. Klar, es gibt Unterschiede in den Attributen zu daten, oder besser, es muß Unterschiede in den Attributen zu daten geben, sonst würde ja kein spiel funktionieren, da es sonst keinen Grund gäbe, diese oder jenes dem anderen vorzuziehen.

 

 

 

 

 

 

 

§ 2. Ihre Anwendung in gegenwärtigem Fall.
 

Das letztere dieser Gesetze finde ich, so mächtiger Empfehlung ungeachtet, zu wenig angewendet auf einen Hauptgrundsatz in aller Erkenntniß, den Satz vom zureichenden Grunde.

Obgleich man nämlich längst und oft ihn allgemein aufgestellt hat, so hat man dennoch seine höchst verschiedenen Anwendungen, in deren jeder er eine andere Bedeutung erhält, und welche daher seinen Ursprung aus verschiedenen Erkenntnißkräften verrathen, gehörig zu sondern vernachlässigt.

Daß aber gerade bei Betrachtung unserer Geisteskräfte die Anwendung des Princips der Homogeneität, mit Vernachlässigung des ihm entgegengesetzten, viele und langdauernde Irrthümer erzeugt und dagegen die Anwendung des Gesetzes der Specifikation die größten und wichtigsten Fortschritte bewirkt hat, – dies lehrt die Vergleichung der Kantischen Philosophie mit allen früheren. Es sei mir deshalb vergönnt, eine Stelle herzusetzen, in der Kant die Anwendung des Gesetzes der Specifikation auf die Quellen unserer Erkenntnisse empfiehlt, indem solche meinem gegenwärtigen Bestreben seine Würdigung giebt.

 

 



(Kritik d. rein. Vern., der Methodenlehre 3. Hauptst.)

 

 

 

 

 

 

schopenhauer, die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde

 

 

 

 

 

 

"Nichts ist ohne Grund, warum es eher ist, als es nicht ist", so glaube ich von einem "wolff" bei der vierfachen Wurzel es gelesen zu haben, ist ne Weile her, doch eben wollte ich damit das "Atrributsgeschehen" zu daten beleuchten, welche daten den Unterschied verleihen, und damit der bestimmende Faktor sein dürften, warum etwas "eher geschieht als das es nicht geschieht".

 

 

 

»Es ist von der äußersten Erheblichkeit, Erkenntnisse, die ihrer Gattung und Ursprunge nach von andern unterschieden sind, zu isoliren und sorgfältig zu verhüten, daß sie nicht mit andern, mit welchen sie im Gebrauche gewöhnlich verbunden sind, in ein Gemische zusammenfließen. Was Chemiker beim Scheiden der Materien, was Mathematiker in ihrer reinen Größenlehre thun, das liegt noch weit mehr dem Philosophen ob, damit er den Antheil, den eine besondere Art der Erkenntniß am herumschweifenden Verstandesgebrauch hat, ihren eigenen Werth und Einfluß, sicher bestimmen könne.«

 

Hier, durch diese Sentenz von immanuel kant - so finde ich - ist dann auch das "Guru-Sprech" und die Schwadroniererei im Allgemeinen adressiert. natürlich ist das nicht leicht, seine Begriffe sauber gemäß diesen Denkgesetzen zu schleifen, zu positionieren, einzusortieren und damit abzugrenzen, doch letztlich ist das ein Leistungssport wie jeder andere auch. Man muß üben, üben, üben und eben: dran bleiben, hartnäckig.

 

 

"Selbst das Genie beruht letztlich nur auf harter Arbeit"


arthur schopenhauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das scheinbar Materiale ist die Illusion, und das, worum es geht,
was alles ist, ist das scheinbar Illusionäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

15.08.2021 n.Chr.

 

Wir sehen es ja um uns herum, die ausdifferenzierung, mit immer engmaschiger den menschen näher kommenden Netzen, schreitet stets nur voran. Wer sich mit "Jokern" behilft, schneidet sich, meines Erachtens, wenigstens ein wenig, in's eigene Fleisch. Wie schon gesagt - meiner Meinung nach - denn meine These ist, aus spieletheoretischer Sicht und Analyse, dass jetzt so viele, wie möglich, lernen sollen, was gelernt zu haben äußerst wichtig ist: für den nächsten Level, ob nun in diesem, oder eben dem folgenden datenstrom.

 

 

"you have to learn the old ways"

red crow

 

 

 

 

 

 

Ja, heute sind es viele Einbettungen, aber gestern und vorgestern war ja auch reichhaltig Stoff, welchen ich jeden nahe legen möchte, welcher eben die natur dieser wirklichkeit "von der Pike" her begreifen möchte.

Daher hier die Essenz nochmal:

 

 

 

 

Wer's also echt wissenschaftlich und rein logisch "von der Pike her" braucht: erst schopenhauer, dann manfred spitzer (der selber nicht zu wissen scheint, was für Implikationen in seinen Aussagen enthalten sind), oder generelle gute Forschung des eh nur virtuellen "Gehirnes", und dann eben: das DSE, das Doppelspaltexperiment + natürlich delayed Quantum Choice Eraser, und dann haben wir eine logische, wissenschaftliche, konsequente zusammenhängende Herleitung, mit dem §einfachsten, Empirischen, für jeden Nachvollziehbaren angefangen (schopenhauer), dann hin dazu, dass ja "die wirklichkeit" sekundär, und faktisch primär eine "Ladungsveränderung" im (virtuellen) "Gehirn" ist ("Gehirn"forschung), bis hin schließlich zum DSE, DQCEE, welche nachweisen, dass eben diese "Ladung", die "Elektronen" bloß statistische, nicht physische, non-lokale, also bloß wahrscheinliche, und nicht wirklich "physisch" "echte" "Elektronen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dahin also streng logisch, faktisch, wissenschaftlich hin zu kommen, dass diese wirklichkeit ein "datenstrom" ist, "Materie" bloß eine Illusion, wenn auch sehr hartnäckige, ist demnach garnicht so schwer, wie man vermuten würde.

 

 

 

 

»Die Welt ist meine Vorstellung« – ist, gleich den Axiomen Euklids, ein Satz, den Jeder als wahr erkennen muß, sobald er ihn versteht; wenn gleich nicht ein solcher, den Jeder versteht, sobald er ihn hört.

 

arthur schopenhauer, Einleitung zu "Welt als Wille und Vorstellung" (Band 2)

 

 

 

 

 

 

3 einfache Schritte,

 

 anfangen mit schopenhauer,

 

dann ein wenig, denn mehr braucht es nicht, in die "Gehirn"forschung,

 

dann rüber zum DSE, DQCEE - das war's, voila !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Möglichkeit also, die natur dieser wirklichkeit "von der Pike auf" zu begreifen, dass sie völlig andersartiger natur ist, als sie uns erscheint, ist vorhanden - "da draußen". Und ich würde es beinahe als "Königsweg" betrachten, welcher sich auf das Wesentlichste konzentriert, und alles Beiwerk am Rande liegen läßt.

 

 

 

 

 

 

 

Plato der göttliche und der erstaunliche Kant vereinigen ihre nachdrucksvollen Stimmen in der Anempfehlung einer Regel zur Methode alles Philosophirens, ja alles Wissens überhaupt. Man soll, sagen sie, zweien Gesetzen, dem der Homogeneität und dem der Specifikation, auf gleiche Weise, nicht aber dem einen, zum Nachtheil des andern, Genüge leisten.

 

Das Gesetz der Homogeneität heißt uns, durch Aufmerken auf die Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen der Dinge, Arten erfassen, diese eben so zu Gattungen, und diese zu Geschlechtern vereinigen, bis wir zuletzt zum obersten. Alles umfassenden Begriff gelangen.
Da dieses Gesetz ein transscendentales, unserer Vernunft wesentliches ist, setzt es Übereinstimmung der Natur mit sich voraus, welche Voraussetzung ausgedrückt ist in der alten Regel: entia praeter necessitatem non esse multiplicanda.

[occamsche rasiermesser: "man soll die Anzahl der seienden wesenheiten nicht ohne Not vermehren", wäre z.B. in der Diogenes-Ausgabe übersetzt :-) ]

 

Das Gesetz der Specifikation drückt Kant dagegen so aus: entium varietates non temere esse minuendas.

[Also, dass man auf der anderen Seite die Anzahl der seienden wesenheiten nicht rücksichtlos verringern sollte]

 

Es heischt nämlich, daß wir die unter einem vielumfassenden Geschlechtsbegriff vereinigten Gattungen und wiederum die unter diesen begriffenen, hohem und niederem Arten wohl unterscheiden, uns hütend, irgend einen Sprung zu machen und wohl gar die niedern Arten, oder vollends Individuen, unmittelbar unter den Geschlechtsbegriff zu subsumiren; indem jeder Begriff noch einer Eintheilung in niedrigere fähig ist und sogar keiner auf die bloße Anschauung herabgeht.

Kant lehrt, daß beide Gesetze transscendentale, Übereinstimmung der Dinge mit sich a priori postulirende Grundsätze der Vernunft seien, und Plato scheint das Selbe auf seine Weise auszudrücken, indem er sagt, diese Regeln, denen alle Wissenschaft ihre Entstehung verdanke, seien zugleich mit dem Feuer des Prometheus vom Göttersitze zu uns herabgeworfen.

 

arthur schopenhauer, aus: die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde.

 

 

 

Der Herbst ist da, der Winter auch, "draußen" geht ohnehin nur immer derselbe stetig sich steigernde Bullshit ab, den man einpreisen sollte, und damit wird beinahe "unendlich" Zeit frei, warum also nichtmal was Profundes lernen ? Man kann natürlich auch die nächsten Jahrzehnte sich noch "informieren", mit dem, was da täglich geschieht, und brutal seine Zeit vergeuden, oder: man zieht die erste Ableitung heraus, und wendet sich kategorisch Neuem zu.

 

 

Erinnert euch an den "Hartgeldler":
 

"Seit 17 Jahren bereite ich mich nun schon darauf vor und richte mich ein, dass bald die große Krise da ist.
Nun bin ich 77, und ich hätte die vergangenen 17 Jahre auch viel besser verbringen können"

 

 

 

Die Trübtassenzeit, in welcher es nass und kalt und unangenehm draußen ist, man also - außer mit Bewegung, welche war hält, wenig noch machen kann, liegt direkt vor uns. So weiß auch ich noch nicht so recht, wie ich die Zeit nutzen werde, aber ich hab das schopenhauersche lebenswerk ja auch schon ~ 7x "durch" :-)
Klar, ich habe noch Tonnen von weiteren Bücher mir über die letzten 10 Jahren angeschafft, die aber eher als eine zu "hinterlassende Bibliothek" ich ansehe. Und so sehe ich mich eher dahin weiter "stur marschierend", die Begriffe, die wir nutzen, um wirklichkeit und unsere position und aufgabe darin, zu feilen, zu schleifen und in den korrekten Zusammenhang zu bringen, und das in der Maßgabe, wie es auch schopenhauer oben betonte.

 

entia praeter necessitatem non esse multiplicanda.

 

entium varietates non temere esse minuendas.

 

 

Die letztere Maßgabe drückt sich im Deutschen auch so aus: das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, wohingegen das Erstere beinahe direkt das "Guru-Sprech" und die pseudoesoterische Schwurbelei adressiert. Doch jetzt nicht wieder dahin abbiegen ... also, da sehe ich den Weg eher für mich, an den Worten und Begriffen weiter behutsam, aber auch hartnäckig herum zu feilen, um sie eben passend zu machen für die echte, datenbasierte wirklichkeit, in welcher das so hartnäckig Materiale das faktisch Formale, und das nichtmal so eben Greifbare das eigentlich echte, faktische darstellt (position, haltung, bedeutung, bewertung, attribut zu "daten" - in form ation)

 

 

 

 

"ich glaube, ein wichtiger Punkt, warum in Deutschland unsere Bücher so populär sind, liegt darin, dass sich unsere Diskussionen dem Idealismus nähern, beziehungsweise, dass wir uns analytisch, metaphysisch, objektiv und ontologisch mit einigen der reichsten Traditionen des deutschen Idealismus treffen, mit schopenhauer und anderen brillanten Denkern, die an dieser wahrheit dran waren.

Ein Großteil ihrer Arbeit tritt mit dieser wissenschaftlichen Revolution in ein neues Licht ..."

eben alexander
Neurochirurg und sehr Nahtoderfahrener

 

 

 

 

Dass ich jetzt dieses einfache, 3-stufige Konzept habe, von Empirie bis zur echten Wissenschaft gedeckt, welches dazu noch ganz ohne NDE und OBE und auch ganz ohne Guru-Sprech und Schwurbelei !! auskommt, freut mich natürlich.

 

 

 

 

Und dabei belasse ich es für heute.

 

 

 

 

 

 

 

 

14.08.2021 n.Chr.

 

Übrigens, gleich vorab.
Ersetzt:

"Welt" durch  "diese Wirklichkeit"
"Wille" durch  "Streben" (nach form, in-form), und
Vorstellung könnt ihr eigenbtlich lassen, da ja da die "nicht-Physikalität" gut durch klingt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

»Warum willst du dich von uns Allen

Und unsrer Meinung entfernen?«-

Ich schreibe nicht euch zu gefallen,

Ihr sollt was lernen.

Goethe.

 

 

 

 

schopenhauers Motto zum zweiten Band von "Welt als Wille"

 

 

 

 

 

"Die meisten menschen sind wie die Rinder. Sie grasen, haben ein wenig Spaß, saufen, und manchmal etwas Sex.
 Nach oben schauen sie eigentlich nie, kümmern sich um weiter nichts. Und irgendwann gehen sie dann eine schräge Rampe herauf und finden sich wieder, bei McDonalds, zwischen zwei Brötchen-Hälften"

 

jordan maxwell

 

 

 

Ja, gestern war so inhaltsreich, dass ich heute eigentlich das garnicht verwässern will.

Also nur ein Hinweis gleich vorab: an die Werke von arthur schopenhauer in der Diogenes-Ausgabe

 

 

ist noch einigermaßen leicht heran zu kommen es gibt noch so einige !

 

 

 

Wenn man weiß, wie man suchen muß, nach welchem Begriff.  Bin ich gestern drüber gestolpert, der Zauberbegriff heißt:

 

Zürcher Ausgabe

 

 

 

 

 

 

Dort findet ihr alle seine werke zusammen, vom Diogenes-Verlag,  in der Bearbeitung von arthur hübscher (ab 1977), von etwa 50-300 Euro !

 

 

 

 

 

Oder ihr sucht nach dieser ISBN:

 

 

 

 

 

So bin ich mehr so ein Typ, der es klasse findet, wenn er eine Ausgabe erweben kann, die schon 40 Jahre alt, und dann aber noch möglichst "unbeleckt", also ohne Notizen und Anstreichungen ist.  Wem das nun egal ist, oder gar diese Werke haben möchte in einer neuen, nagelneuen Version, neu wieder-aufgelegt, und es scheint noch vielleicht an die 100 neue ! Kassetten, mit den 11 Bänden drin zu geben, da die Ausgabe von 2017 zu sein scheint !

 

 

Sucht hiernach:  

 

 

 

Was meinte franci gestern: "es gibt eigentlich nichts bei schopenhauer, was sich nicht zu lesen lohnt". Und der Hammer kommt jetzt, nämlich, während es für mich damals nicht möglich war, das gesamte schopenhauersche Werk unter den wissenschaftlichen Aspekten und Implikationen des Doppelspaltexperimentes zu begreifen, ist es euch jetzt gleich ab ovo, also von Anfang an ! möglich.

 

 

 

 

"ich glaube, ein wichtiger Punkt, warum in Deutschland unsere Bücher so populär sind, liegt darin, dass sich unsere Diskussionen dem Idealismus nähern, beziehungsweise, dass wir uns analytisch, metaphysisch, objektiv und ontologisch mit einigen der reichsten Traditionen des deutschen Idealismus treffen, mit schopenhauer und anderen brillanten Denkern, die an dieser wahrheit dran waren.

Ein Großteil ihrer Arbeit tritt mit dieser wissenschaftlichen Revolution in ein neues Licht ..."

eben alexander
Neurochirurg und sehr Nahtoderfahrener

 

 

 

das ist, was ich gestern meinte, also plato, kant und schopenhauer waren meines Wissens nach die einzigen (populären, oder eben, auf welche man doch leichtlich stößt), in der Philosophie, Ontologie, also dem Kümmern schlichtweg um das Ganze, um Alles, welche ohne Abstriche - aus rein logischen Erwägungen - diese Wirklichkeit zu etwas Sekundärem, Illusionäre, erklärten, dem Materialismus ganz klar und deutlich eine Absage erteilten. Bei tom campbell heißt das TOE, also "Theory of everything", was natürlich auch nichts anderes, als Ontologie ist. Nun hab ich zwar ewig viel den schopenhauer gelesen, und noch nichts wirklich von tom, doch ich denke das brauche ich auch nicht, weil ich ja tom reichlich von den Vorträgen her gut kenne, und im Vergleich der arthur noch immer wie "eine Liga darüber" wirkt.

 

 

 

Im unendlichen Raum zahllose leuchtende Kugeln, um jede, von welchen etwan ein Dutzend kleinerer, beleuchteter sich wälzt, die inwendig heiß, mit erstarrter, kalter Rinde überzogen sind, auf der ein Schimmelüberzug lebende und erkennende Wesen erzeugt hat: – dies ist die empirische Wahrheit, das Reale, die Welt.

Jedoch ist es für ein denkendes Wesen eine mißliche Lage, auf einer jener zahllosen im gränzenlosen Raum frei schwebenden Kugeln zu stehn, ohne zu wissen woher noch wohin, und nur Eines zu seyn von unzählbaren ähnlichen Wesen, die sich drängen, treiben, quälen, rastlos und schnell entstehend und vergehend, in anfangs- und endloser Zeit: dabei nichts Beharrliches, als allein die Materie und die Wiederkehr der selben, verschiedenen, organischen Formen, mittelst gewisser Wege und Kanäle, die nun ein Mal dasind. Alles was empirische Wissenschaft lehren kann, ist nur die genauere Beschaffenheit und Regel dieser Hergänge.

Da hat nun endlich die Philosophie der neueren Zeit, zumal durch Berkeley und Kant, sich darauf besonnen, daß Jenes alles zunächst doch nur ein Gehirnphänomen und mit so großen, vielen und verschiedenen subjektiven Bedingungen behaftet sei, daß die gewähnte absolute Realität desselben verschwindet und für eine ganz andere Weltordnung Raum läßt, die das jenem Phänomen zum Grunde Liegende wäre, d.h. sich dazu verhielte, wie zur bloßen Erscheinung das Ding an sich selbst.

»Die Welt ist meine Vorstellung« – ist, gleich den Axiomen Euklids, ein Satz, den Jeder als wahr erkennen muß, sobald er ihn versteht; wenn gleich nicht ein solcher, den Jeder versteht, sobald er ihn hört.

Diesen Satz zum Bewußtseyn gebracht und an ihn das Problem vom Verhältniß des Idealen zum Realen, d.h. der Welt im Kopf zur Welt außer dem Kopf, geknüpft zu haben, macht, neben dem Problem von der moralischen Freiheit, den auszeichnenden Charakter der Philosophie der Neueren aus.

Denn erst nachdem man sich Jahrtausende lang im bloß objektiven Philosophiren versucht hatte, entdeckte man, daß unter dem Vielen, was die Welt so räthselhaft und bedenklich macht, das Nächste und Erste Dieses ist, daß, so unermeßlich und massiv sie auch seyn mag, ihr Daseyn dennoch an einem einzigen Fädchen hängt: und dieses ist das jedesmalige Bewußtseyn, in welchem sie dasteht.

 

 

 

 

Diese Bedingung, mit welcher das Daseyn der Welt unwiderruflich behaftet ist, drückt ihr, trotz aller empirischen Realität, den Stämpel der Idealität und somit der bloßen Erscheinung auf; wodurch sie, wenigstens von Einer Seite, als dem Traume verwandt, ja als in die selbe Klasse mit ihm zu setzen, erkannt werden muß

 

 

arthur schopenhauer, Einleitung zu "Welt als Wille und Vorstellung" (Band 2)

 

 

 

 

Wer hätte das gedacht, dass ich mein "Hardcore-Studium" von schopenhauer und kant also so nützlich erweisen würde. Denn diese Beiden legen glasklar dar, dass "das Äußere" ohne wenn und aber, und wenn es sich auch noch so "echt" anfühlt, letztlich dennoch eine Illusion sein muß. So mag es natürlich die gesamte indische Philosophie auch schon seit gefühlt Ewigkeiten gesagt, oder besser: umschrieben haben, ähnlich, wie es auch jesus verklausuliert, und in Gleichnissen brachte, doch tatsächlich schopenhauer sich dort mit glasklarer Logik dem Thema nähert, und die enorme Tiefe bei enormer Klarheit besitzt, "wie ein Schweizer See" (arthur schopenhauer).

Wenn ihr übrigens bei schopenhauer die "Welt" durch "dieser datenstrom", "diese wirklichkeit" ersetzt, wird es nochmals viel leichter im Verständnis.

 

Es sind also 3 schritte, und ich hätte es gestern eigentlich in größerer Schriftgröße und kursiv bringen müssen, doch dann hätte ich weglenken müssen von schopenhauer, daher es gestern vielleicht untergegangen ist, also jetzt nochmal, etwas ausformuliert.

 

 

 

 

Wer's also echt wissenschaftlich und rein logisch "von der Pike her" braucht: erst schopenhauer, dann manfred spitzer (der selber nicht zu wissen scheint, was für Implikationen in seinen Aussagen enthalten sind), oder generelle gute Forschung des eh nur virtuellen "Gehirnes", und dann eben: das DSE, das Doppelspaltexperiment + natürlich delayed Quantum Choice Eraser, und dann haben wir eine logische, wissenschaftliche, konsequente zusammenhängende Herleitung, mit dem §einfachsten, Empirischen, für jeden Nachvollziehbaren angefangen (schopenhauer), dann hin dazu, dass ja "die wirklichkeit" sekundär, und faktisch primär eine "Ladungsveränderung" im (virtuellen) "Gehirn" ist ("Gehirn"forschung), bis hin schließlich zum DSE, DQCEE, welche nachweisen, dass eben diese "Ladung", die "Elektronen" bloß statistische, nicht physische, non-lokale, also bloß wahrscheinliche, und nicht wirklich "physisch" "echte" "Elektronen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die schwedische Akademie der Wissenschaften hatte zu schopenhauers Zeit übrigens eine Preisschrift ausgelobt, welche den Titel hatte: "Die Grundlage der Moral", wo man also seine Analyse einreichen konnte, was, "seiner Meinung/Analyse nach" die Grundlage für Moral, Moralität ist. Und wißt ihr, auf welchen letzten Begriff schopenhauer die Moralität zurück führte ? Auf: das Mitleid, das Mitfühlen, das sich in den anderen Hineinversetzen.

Und- was geschieht bei den Nahtoderfahrungen ganz oft, in der Lebensrückschau ?
Genau das, man wird in den Anderen hinein versetzt, und kann auf einmal direkt fühlen, was man selbst "angerichtet", also jemanden verletzt hat. es ist erstaunlich, wie schon eben alexander sagte, wie schopenhauer jetzt wirkt, im lichte all der Erkenntnisse, welche sich erst 1920 mit dem DSE offenbart haben. So fallt mir gerade ein, dass schopenhauer auch der erste und vielleicht noch immer der Einzige ist, welcher klar das Phänomen des Lachens analysierte, was eigentlich lachen ist, und warum man lacht, nämlich, das Lachen dann auftritt, wenn man bemerkt, dass der Begriff (einer Sache, eines Vorganges) überhaupt nicht zur (versuchten) Anschauung passen will, und vice versa. Auch erklärt er die Variationen des Lachens, den Humor, die Ironie, die Satire etc. in ihren jeweiligen Besonderheiten.

Und für den sozialistisch verbildeten Menschen wirkt schopenhauer natürlich wie ein Großkotz, doch ist das eben nicht dem schopenhauer geschuldet, sondern dem Sozialismus (Gegenstromanlage), wer in ihr schwimmt, mit dem Strom, hat keine andere Möglichkeit, als schopenhauer auf eben diese Art wahr zu nehmen. Das sagte ich gestern zu franci:

 

 

"Die Erkenntnisfähigkeit des Subjekts nunmal die Erscheinungsmöglichkeit des Objekts bestimmt"

 

 

Das ist normale, kantische, transzendentale Analyse, welche sich kümmert um die Bedingungen der Möglichkeit von Etwas, seinen "so" oder eben auch "anders" sein.

 

 

 

"Bescheidenheit bei großen Talenten ist Heuchelei"

arthur schopenhauer

 

 

 

 

 

 

 

 

»Die Welt ist meine Vorstellung« – ist, gleich den Axiomen Euklids, ein Satz, den Jeder als wahr erkennen muß, sobald er ihn versteht; wenn gleich nicht ein solcher, den Jeder versteht, sobald er ihn hört.

 

arthur schopenhauer, Einleitung zu "Welt als Wille und Vorstellung" (Band 2)

 

 

 

 

so haben kant und schopenhauer es glasklar analysiert, dass die von uns erlebte wirklichkeit eine (hartnäckige) Illusion sein muß, da sie eben: ein sekundäres, abgeleitetes Phänomen ist. Genau, was echte Wissenschaft ab 1920, mit dem DSE bestätigt hat, mit welchen harten Fakten sich aber nicht jeder Wissenschaftler sogleich anfreunden wollte, anfreunden konnte ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl es nichtmal das DSE gebraucht hätte, denn einfache und konsequente, also hartnäckige ! Logik führt auch dahin, dass das hier so eine Art Traum sein muß, welcher allerdings einen gewissen Zweck zu haben scheint. Und das war auch meine letzte, "höchste" Erkenntnis damals, mit welcher ich abschloss, bevor es an die Motorräder ging, und das weiß ich noch, wie ich das zu kai sagte: "es gibt so etwas, wie eine Meta-Kategorie, die man so hier aber nicht materiell wahrnehmen kann, und das ist: Bedeutung" (Bewertung).

Heute, nurmal in einer informellen Sprache und Begriffswahl ausgedrückt, würde ich "Bedeutung" als jeweiliges Attribut zu den in dich "neutralen" daten, daten"clustern" bezeichnen, also, wie diese "daten" zu bewerten sind, und sich dann das ergibt, was man landläufig "information" nennt.

Übrigens, und oben klingt das schon an, über schopenhauer bekommt man umfassendes, und profundes Wissens, wenn auch manchmal nur punktuell, über die Vorsokratiker, dann eben die sokratische Periode (sokrates, plato, aristoteles), die christlichen Mystiker (angelus silesius, meister eckard), dann natürlich auch kant, spinoza, leibniz, aber auch goethe, die englischen Sensualisten (locke, hobbes, hume) und so weiter, also eine richtige Führung durch die Geschichte, welche nur die größten, empfehlenswertesten geister berührt. So er also eine Vorauswahl trifft, die enorm viel Zeit spart.

 

 

 

"Die erste Empfehlung, die guten Bücher bloß zu lesen, ist, die schlechten nicht zu lesen"

"Es gibt nur eine Bedingung, ein gutes Buch zu schreiben: man muß was zu sagen haben"

"Man nehme gewöhnliche Worte, und sage ungewöhnliche Dinge.
Doch die Meisten halten es umgekehrt"

 

arthur schopenhauer

 

 

 

 

 

 

 

 


Es gibt auch unerträgliche Passagen voller Arroganz, Zynismus und Hochmut. Auch gibt es Abschnitte in denen Schopenhauer sich maßlos überschätzt und Physiker als "Esel" bezeichnet, die schon damals in absolut genialer [?, Anm. d. Red. :-)] Voraussicht eine Wellenstruktur des Lichtes ins Spiel brachten und sogar zusätzlich von "Lichtteilchen" sprachen. Schopenhauer meinte, diese "Schwätzer" sollten endlich denken anstatt zu experimentieren."

 

schopenhauer sollte aber auch hier recht behalten, siehe DSE ...
 

 

 

 

Wenn ihr mal Scheinphilosophie, also Gegenstromanlage lesen wollt, dann nehmt Heidegger, Hegel, Marcuse und so'n Zeugs. So glaube ich, dass man den arthur erst dann so richtig würdigen kann, wenn man mal diesen kongenialen Schwachsinn versucht hat, zu lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nennt sich auch: Gegenstromanlage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

13.08.2021 n.Chr.

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ueber die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksale des Einzelnen" ...

arthur schopenhauer, ein Kapitel in: Parerga und Paralipomena

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"ich glaube, ein wichtiger Punkt, warum in Deutschland unsere Bücher so populär sind, liegt darin, dass sich unsere Diskussionen dem Idealismus nähern, beziehungsweise, dass wir uns analytisch, metaphysisch, objektiv und ontologisch mit einigen der reichsten Traditionen des deutschen Idealismus treffen, mit schopenhauer und anderen brillanten Denkern, die an dieser wahrheit dran waren.

Ein Großteil ihrer Arbeit tritt mit dieser wissenschaftlichen Revolution in ein neues Licht ..."

alexander eben
Neurochirurg und sehr Nahtoderfahrener

 

 

Wer den gestern verlinkten alexander eben nur wenig kennt, nicht kennt, ich kann das Interview nur jedem empfehlen, der seine Geschichte und was er daraus gelernt hat, nicht in- und auswendig kennt. Klar hat das manchmal Längen und Wiederholungen, doch sind eben auch ganz neue Einsichten dabei - siehe oben - die sich in den älteren Interviews mit ihm noch nicht finden lassen. Also auch alexander eben es nicht dabei belässt, nur dauernd das von ihm Erlebte beständig zu wiederholen, sondern er sich - eben - anlässlich des Erlebten, auf die echt ! wissenschaftliche Spurensuche der möglichen Erklärung macht,

Und ja, das obige Zitat hatte ich im Interview erst gehört, nachdem der gestrige Artikel bereits hochgeladen war, und dann habe ich das Zitat schnell nochmal nachträglich eingebaut, und gleich an den Anfang gesetzt, aber keine Zeit mehr mir nehmen wollen, um noch ein Wort über schopenhauer zu verlieren, was ich jetzt nachhole.

 

 

"Die menschen glauben, dass sie sterblich sind,
weil sie die Linie ihres lebens nicht zu einem Kreise zusammen zu biegen vermögen"

arthur schopenhauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

was den arthur so enorm wertvoll macht, ist, dass er in der Lage ist, auf rein logischem Wege unmissverständlich und sehr "einfach" (im Gegensatz zu immanuel kant) begreiflich zu machen, dass "die wirklichkeit da draußen", da "draußen":

 

 

nicht sein kann.

 

... "nicht kann", ein transzendentaler, kantischer Terminus, welcher sich ergibt, wenn man nach den Bedingungen, der Bedingung der Möglichkeit von "etwas" nachgeht, etwa, "was ist die Bedingung der Möglichkeit von Bewegung, von Veränderung ?", da kommt man dann auf Konzepte wie "Zeit" und "Raum", doch damit es dann ja nicht aufhört, wenn man weiter frägt, etwa: "Was ist die Bedingung der Möglichkeit von Zeit ?", wo man dann auch wieder Recht fix auf das Konzept "Subjekt-Objekt", vulgo: Wahrnehmung, Bewußtheit kommt, und schwupps, die gesamte wirklichkeit, mit allem drum und dran, ins "Subjektive", nicht äußerliche, verschwunden ist.

Und die beste Zusammenfassung, fast spielerisch, findet sich im Nachlass von Schopenhauer, nicht enthalten in irgendeiner seiner Schriften, hier (hatte ich gefunden in dem Buch: "Materialien zu schopenhauers  Welt als Wille und Vorstellung", welches ich aber nicht empfehlen kann:

 

 

 

 

 

 

O, welches Wunder ich gesehn habe!

In dieser Welt der Dinge und Körper lagen vor mir zwei solche Dinge: beide waren Körper, schwer, regelmässig geformt, schon anzusehn. Das eine war eine Vase von Jaspis, mit goldenem Rand und Henkeln: das  andere war ein Organisches, ein Thier, ein Mensch. — Nachdem ich beide genugsam von Aussen bewundert, bat ich den Genius, der mich begleitete, nun auch mich in ihr Inneres eindringen zu lassen. Es geschah.
In der Vase fand ich nichts vor, als den Drang der Schwere und einige dumpfe Sehnsucht, die sich als chemische Verwandtschaft aussprach.

Als ich aber in das andere Ding gedrungen war, wie soll ich mein Erstaunen aussprechen, über Das, was ich dort gewahrte!
übertrifft es doch an Unglaublichkeit alle je ersonnenen Mährchen und Fabeln. Doch will ich es erzählen, auf die Gefahr hin, keinen Glauben zu finden. In diesem Dinge also, oder vielmehr in dessen oberem Ende, Kopf genannt, welches von Aussen gesehen, ein Ding wie alle andern, im Raum begränzt, schwer u. s. w. ist, fand ich nichts Geringeres vor, als eben — die ganze Welt selbst, mit sammt dem ganzen Raum, in welchem das Alles ist, und der ganzen Zeit, in der sich das Alles bewegt nebst Allem endlich, was beide füllt, in seiner ganzen Bunt- schäckigkeit und Zahllosigkeit: ja, was das Tollste ist, mich selbst fand ich darin herumspazierend! —

,,Und so steckt es wirklich und wahrhaftig in diesem Dinge, das nicht grösser ist, als ein Kohlkopf, und welches gelegentlich der Scharfrichter abschlägt, mit einem Hieb, wo dann plötzlich Dunkelheit und Nacht jene Welt bedeckt: und sie wäre dann weg, wucherten nicht jene Dinge, wie die Pilze, so dass ihrer stets genug sind, die ins Nichts versinkende Welt wieder aufzufangen, so dass sie von ihnen stets, wie ein Ball, im Schweben erhalten wird, als eine Allen gemeinsame Vorstellung, deren Gemeinsamkeit sie durch das Wort Objektivität ausdrücken.

„Mir ward dabei etwa so zu Muthe, wie dem Ardschima, als Krischna sich ihm in seiner währen Gottgestalt zeigte, mit hunderttausend Armen und Augen und Mäulern, u. s. w., u. s. w.**

 

arthur schopenhauer

 

 

 

 

So.
Ohne dass man irgendwelche Zweifel noch haben kann, verfrachtet schopenhauer das gesamte, aber auch das gesamte "Äußere", also schlichtweg Alles, was wir so als wirklichkeit wahrnehmen, in den virtuellen "Kopf", und von dort können wir es mit manfred spitzer dann weiter echt ! wissenschaftlich in ein "Elektronengewitter" umformulieren, und bei "Elektronen" sind wir dann wo ?

 

 

 

 

Richtig: bei "Objekten der Quantenphysik".

Also faktisch !! bei: bloß virtuellen, wahrscheinlichen, nicht lokalen "Objekten"

 

 

So einfach ist das.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer's also echt wissenschaftlich und rein logisch "von der Pike her" braucht: erst schopenhauer, dann manfred spitzer (der selber nicht zu wissen scheint, was für Implikationen in seinen Aussagen enthalten sind), und dann eben: das DSE, das Doppelspaltexperiment.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So habe ich eben geschrieben "von der Pike her", und das ist natürlich eine Rosskur, weil allein schopenhauers werke um die 3500 Seiten umfasst, die man mindestens ! zweimal lesen muß. So hatte ich seine lebenswerke fünf Mal gelesen, und die Werke von kant ( ~ 2500 Seiten) vielleicht 3,5 Mal denn ich mußte "mitten im Durchgang" abbrechen, weil das Semester an der "Uni" wieder los ging, und ich aus dem Zusammenhang gerissen wurde, mitten in einer Phase, wo mir der gesamte kant zu einem ganz kleinen Büchlein in seiner Essenz zusammen zu schmelzen begann ...
Naja, ein wenig ärgere ich mich heute noch darüber, diesen Faden wieder verloren zu haben. Doch egal.
So habe ich ja schon desöfteren eine Lanze für arthur schopenhauer gebrochen, daher ich die Empfehlung für Einsteiger hier nochmal ausspreche, nämlich sich seine späten Werke zuzulegen, welche da sind: Parerga und Paralipomena, die sehr viele unterschiedliche Themen und Bereiche abdecken, und ein wenig vergleichbar sind mit michel de montaignes "Essays", in welchen man auch schmökern kann hier oder da, vorne in der Mitte oder sonstwo, je nachdem, welches Thema einen gerade interessiert.

 

 

Parerga und Paralipomena - Band 1 und 2

 

Inhaltsverzeichnis


Erster Band


Vorwort zur ersten Auflage


Vorrede des Herausgebers zur zweiten Auflage


Vorwort des Herausgebers zur dritten Auflage

Skitze einer Geschichte der Lehre vom Idealen und Realen


Fragmente zur Geschichte der Philosophie


Ueber die Universitäts Philosophie 

 

 


Ueber die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksale des Einzelnen

 


Versuch über Geistersehn und was damit zusammenhängt

Aphorismen zur Lebensweisheit

Einleitung

Kapitel I. Grundeintheilung

Kapitel II. Von dem, was Einer ist

Kapitel III. Von Dem, was einer hat

Kapitel IV. Von Dem, was einer vorstellt

Kapitel V. Paränesen und Maximen

Kapitel VI. Vom Unterschiede der Lebensalter




Zweiter Band

Kapitel I. Ueber Philosophie und ihre Methode

Kapitel II. Zur Logik und Dialektik

Kapitel III. Den Intellekt überhaupt und in jeder Beziehung betreffende Gedanken

Kapitel IV. Einige Betrachtungen über den Gegensatz des Dinges an sich und der
Erscheinung

Kapitel V. Einige Worte über den Pantheismus

Kapitel VI. Zur Philosophie und Wissenschaft der Natur

Kapitel VII. Zur Farbenlehre

Kapitel VIII. Zur Ethik

Kapitel IX. Zur Rechtslehre und Politik

Kapitel X. Zur Lehre von der Unzerstörbarkeit unsers wahren Wesens durch den
Tod

Kapitel XI. Nachträge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseyns

Kapitel XII. Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt

Kapitel XIII. Über den Selbstmord

Kapitel XIV. Nachträge zur Lehre von der Bejahung und Verneinung des Willens
zum Leben

Kapitel XV. Ueber Religion

Kapitel XVI. Einiges zur Sanskritlitteratur

Kapitel XVII. Einige archäologische Betrachtungen

Kapitel XVIII. Einige mythologische Betrachtungen

Kapitel XIX. Zur Metaphysik des Schönen und Aesthetik

Kapitel XX. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm

Kapitel XXI. Ueber Gelehrsamkeit und Gelehrte

Kapitel XXII. Selbstdenken

Kapitel XXIII. Ueber Schriftstellerei und Stil

Kapitel XXIV. Ueber Lesen und Bücher

Kapitel XXV. Ueber Sprache und Worte

Kapitel XXVI. Psychologische Bemerkungen

Kapitel XXVII. Über die Weiber

 

 

"Das breithüftige und schmalschultrige Geschlecht das "Schöne" zu nennen,
kann auch nur den vom Geschlechtswahn umnebelten Männerverstand einfallen"

arthur schopenhauer

 



Kapitel XXVIII. Ueber Erziehung

Kapitel XXIX. Zur Physiognomik

Kapitel XXX. Ueber Lerm und Geräusch

Kapitel XXXI. Gleichnisse, Parabeln und Fabeln

Einige Verse

 

 

So seht ihr, da ist reichlich Stoff drin, und arthur zählt zu den 3 klarsten Denkern, die es in einem umfänglichen (ontologischen) Sinne den letzten virtuellen 3500 Jahren in der Philosophie gegeben hat (plato, kant, schopenhauer). So jedenfalls meine Ansicht

Und wenn ihr euch Parerga und Paralipomena besorgen wollt, dann, wenn ihr es noch bekommt, in der "Diogenes" Ausgabe, von arthur hübscher - das ist die lesbarste Ausgabe überhaupt !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Rezension aus Deutschland vom 27. Januar 2012

 

 

Wem Schopenhauers Hauptwerk, "Die Welt als Wille und Vorstellung" bei der ersten Begegnung dunkel bleibt, dem seien als Einstieg die "Parerga und Paralipomena" empfohlen. (Der Werktitel bedeutet deutsch etwa: Kleinere Werke und Nachträge.) Mit der Lektüre dieses Werkes und ihrer Begeisterung dafür verhalfen Frankfurter Studenten dem alternden Schopenhauer zum Durchbruch. Der erste Teilband enthält u.a. die kürzeste, klügste und virtuoseste Philosophiegeschichte, die man haben kann, der zweite Teilband klärt in aller Deutlichkeit den Unterschied zwischen Besitz und Persönlichkeit - ein Text den man auch vor oder nach Erich Fromm mit größtem Gewinn lesen kann. Die Diogenes-Ausgabe liefert als einzige die Übersetzung der bei Schopenhauer zahlreichen fremdsprachlichen Zitate in eckigen Klammern im Text, daher der größere Umfang und die Aufteilung auf insgesamt 4 Teilbände. Der etwas größere Aufwand zahlt sich für den Leser vielfach aus.

 


 

 

Rezension aus Deutschland vom 19. Februar 2016

 

 

Die 'Aphorismen zur Lebensweisheit' hat wohl fast jeder schon einmal zumindest auszugsweise gelesen, sie fehlen in keinem gutsortiertem deutschen Bücherregal. Diese berühmten kleinen Essays sind allerdings nur ein kleiner Teil dieser Sammlung der handschriftlichen Aufzeichnungen und Notizen des Philosophen.
Als sein 'letztes Werk' hat er sie angekündigt und mit Mühe einen Verleger gefunden. Danach hat er sich sozusagen zurückgelehnt und gesagt: "'Das war es gewesen. Ich habe die Philosophie verändert. Meine Gedanken sind unsterblich"'.
Und dieses 'letzte Werk' brachte Schopenhauer erstmals große Aufmerksamkeit und europaweite Anerkennung. Erst jetzt wurde er überhaupt als Philosoph wahrgenommen, und auch seine Hauptwerke wurden beachtet. Im Gegensatz zu seinem 'Nachfolger' Nietzsche hat er seinen Erfolg noch erleben können, auch seinen sehr späten finanziellen Erfolg.
Seine Gedanken sind unsterblich. Wenn man sich an sein Hauptwerk ('Die Welt als Wille und Vorstellung') noch nicht herantrauen möchte, hier ist der ideale Einstieg. Eine gewisse Altersmilde hat ihm ein wenig von seiner früheren Kompromisslosigkeit und Unnachgiebigkeit genommen, er zeigt Verständnis für seinen philosophisch nicht so hochgebildeten Leser und versucht ihn für sich zu gewinnen.
Einige Kapitel sind genial. So der fiktive Dialog eines absoluten Verächters der monotheistischen Religionen mit einem Gesprächspartner, der diesen Religionen einen gewissen Sinn und Nutzen für den einfachen, vom Leben hart angefassten Menschen zugesteht. Sie bringe Ethik und Moral, Trost und Hoffnung in einem schlechten, unerträglichen Leben, auch um den Preis der 'Lügen und Fälschungen'. Selbst der von Luther gegeißelte Ablasshandel habe so manchen Menschen Frieden gebracht und sie in Ruhe und Gewissheit sterben lassen. Das Leben sei bekanntlich sinnlos, ohne Zweck und zufällig. Für die Vielzahl der stumpfen, einfachen Menschen, die täglich schwere Muskelarbeit leisten müssen, um ihr tägliches Brot zu erhalten und überhaupt zu überleben, seien die Tröstungen der Religionen notwendig. Für philosophische Betrachtungen hätten sie keinen Sinn und keine Zeit. Die Wunder und Mythen der Religionen solle man nicht zu wörtlich nehmen, sondern als 'Allegorien' betrachten. Auch Unwahrheiten oder besser Ungenauigkeiten solle man zum Wohle aller akzeptieren. Erst wenn der Mensch einmal reif geworden sei, könne er die ganze Wahrheit erfahren und ertragen, so der Verfechter der Religionen in diesem Dialog. Worauf der Religionshasser (natürlich Schopenhauer selbst) es nicht versäumt, auf die Ausrottung und Ausbeutung ganzer Völker im Namen der Religion hinzuweisen, und seine tiefe Abscheu gegenüber diesen "'barmherzigen Lügen'" auszusprechen.
Der Leser kann sich am Ende dieses leidenschaftlich, aber freundschaftlich geführten Disputs, selbst wenn er einer der Parteien zuneigt, den Argumenten der anderen Seiten nicht entziehen. Er bleibt nachdenklich zurück.
Es gibt auch unerträgliche Passagen voller Arroganz, Zynismus und Hochmut. Auch gibt es Abschnitte in denen Schopenhauer sich maßlos überschätzt und Physiker als "Esel" bezeichnet, die schon damals in absolut genialer Voraussicht eine Wellenstruktur des Lichtes ins Spiel brachten und sogar zusätzlich von "Lichtteilchen" sprachen. Schopenhauer meinte, diese "Schwätzer" sollten endlich denken anstatt zu experimentieren.

 

 [Wobei schopenhauer auch da Recht behalten sollte, und eben alles andere, als ein "Schwätzer" war, Herr "Dr." Hoeper, aber naja, was soll man von einem "Dr." auch schon erwarten]

 

Aber selbst diese Kapitel sollte der Leser mit einem leichten Schmunzeln noch genießen und sich an den wortgewaltigen und präzisen Schilderungen und auch an den Schmähtiraden erfreuen.
Insgesamt sind diese 'Nebenwerke und Nachträge' eine Sammlung von Wert für jeden Leser. Man muss sie nicht von Anfang bis Ende in einem Zug durchlesen, man kann sich einzelne Kapitel herauspicken. Irgendwann wird man alles gelesen haben.
Das Buch gehört zu den 100 wichtigsten Büchern der Weltliteratur.

 

 


 

 

 

Dieses Werk Shopenhauers ist, wie denn auch alle weiteren mir bekannten sind, ganz große Klasse. Es dürfte Sie faszinieren mit welcher Leichtigkeit hier über grundlegende Wahrheiten unserer menschlichen Alltagswirklichkeit geschrieben wird. Es ist ein Werk, das sich ganz wunderbar auch ohne philosophische Vorkenntnisse genießen lässt und dem Leser in schönster Art Formulierungen für Gedanken näher bringt, die Sie womöglich in Ihrem Inneren -im Allgemeinen- präsent hatten, aber nun in schönster Form niedergeschrieben und für Sie "günstig" (im Hinblick auf die Thematik der Sache) geordnet wiederfinden.

Die gedankliche Größe, die sprachliche Gewandtheit, diese genaue Beobachtungsgabe; ein Blick für das Wesen der Dinge; sehr empfehlens- und bewundernswert also, wenn Sie sich womöglich im Gespräch mit diesem Geiste noch ein wenig besser verstehen möchten.

 

 

---------------------

 

 

 

Rezensionen von hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So hatte ich vor ~ 4 Wochen noch das Glück, alle 4 Bände am stück aus einem Antiquariat erwerben zu können ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, und jetzt zum Abschluss das Zitat von gestern mit Quelle, franci meinte, das hätte ich auch in 0,5 Sekunden herausfinden können, und tatsächlich ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


22.08.2021 n.Chr.

 

 

 

 

 

 

wirklichkeit ist letztlich eine Betriebsstätte

 

 

 

 

 

So hatte mir werner gestern erzählt, welcher gerade seine "one with everything" - schopenhauer-Kasette bekommen, und auch schon etwas hie und da zu lesen begonnen hatte, dass der schopenhauer deutlich auf mich abgefärbt zu haben scheint, was den Schreibstil angeht. Jedenfalls war er total begeistert, einfach an diversesten stellen in den Bänden beliebig mal 5 Minuten jeweils gelesen, und er meinte, dass es nicht eine Passage gab, wo man das Gefühl hatte, keine information erhalten zu haben.

 

Hier, das hier ist in der 11-bändigen Zürcher Version auch drin !!

 

 

 

 

Über Arthur Schopenhauer. Essays von Nietzsche bis Horkheimer, Zeugnisse von Jean Paul bis Arno Schmidt. Im Anhang Chronik und Bibliographie

 

 

 

 

 

 

 

Das hatte ich damals "verschlungen" - alle sind sie drin, von einstein bis kafka, tolstoi wie thomas mann, brecht ... gott, wie sie alle heißen. Oder hier nochmal die Kapitel aus den Parerga und Paralipomena:

 

 

 

Parerga und Paralipomena - Band 1 und 2

 

Inhaltsverzeichnis


Erster Band


Vorwort zur ersten Auflage


Vorrede des Herausgebers zur zweiten Auflage


Vorwort des Herausgebers zur dritten Auflage

Skitze einer Geschichte der Lehre vom Idealen und Realen


Fragmente zur Geschichte der Philosophie


Ueber die Universitäts Philosophie 

 

 


Ueber die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksale des Einzelnen

 


Versuch über Geistersehn und was damit zusammenhängt

Aphorismen zur Lebensweisheit

Einleitung

Kapitel I. Grundeintheilung

Kapitel II. Von dem, was Einer ist

Kapitel III. Von Dem, was einer hat

Kapitel IV. Von Dem, was einer vorstellt

Kapitel V. Paränesen und Maximen

Kapitel VI. Vom Unterschiede der Lebensalter




Zweiter Band

Kapitel I. Ueber Philosophie und ihre Methode

Kapitel II. Zur Logik und Dialektik

Kapitel III. Den Intellekt überhaupt und in jeder Beziehung betreffende Gedanken

Kapitel IV. Einige Betrachtungen über den Gegensatz des Dinges an sich und der
Erscheinung

Kapitel V. Einige Worte über den Pantheismus

Kapitel VI. Zur Philosophie und Wissenschaft der Natur

Kapitel VII. Zur Farbenlehre

Kapitel VIII. Zur Ethik

Kapitel IX. Zur Rechtslehre und Politik

Kapitel X. Zur Lehre von der Unzerstörbarkeit unsers wahren Wesens durch den
Tod

Kapitel XI. Nachträge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseyns

Kapitel XII. Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt

Kapitel XIII. Über den Selbstmord

Kapitel XIV. Nachträge zur Lehre von der Bejahung und Verneinung des Willens
zum Leben

Kapitel XV. Ueber Religion

Kapitel XVI. Einiges zur Sanskritlitteratur

Kapitel XVII. Einige archäologische Betrachtungen

Kapitel XVIII. Einige mythologische Betrachtungen

Kapitel XIX. Zur Metaphysik des Schönen und Aesthetik

Kapitel XX. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm

Kapitel XXI. Ueber Gelehrsamkeit und Gelehrte

Kapitel XXII. Selbstdenken

Kapitel XXIII. Ueber Schriftstellerei und Stil

Kapitel XXIV. Ueber Lesen und Bücher

Kapitel XXV. Ueber Sprache und Worte

Kapitel XXVI. Psychologische Bemerkungen

Kapitel XXVII. Über die Weiber

 

 

"Das breithüftige und schmalschultrige Geschlecht das "Schöne" zu nennen,
kann auch nur den vom Geschlechtswahn umnebelten Männerverstand einfallen"

arthur schopenhauer

 



Kapitel XXVIII. Ueber Erziehung

Kapitel XXIX. Zur Physiognomik

Kapitel XXX. Ueber Lerm und Geräusch

Kapitel XXXI. Gleichnisse, Parabeln und Fabeln

Einige Verse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber, wir wissen ja, und damit schließe ich ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arthur Schopenhauer, das Wunder des Kohlkopfes

O, welches Wunder ich gesehn habe!

In dieser Welt der Dinge und Körper lagen vor mir zwei solche Dinge: beide waren Körper, schwer, regelmässig geformt, schon anzusehn. Das eine war eine Vase von Jaspis, mit goldenem Rand und Henkeln: das  andere war ein Organisches, ein Thier, ein Mensch. — Nachdem ich beide genugsam von Aussen bewundert, bat ich den Genius, der mich begleitete, nun auch mich in ihr Inneres eindringen zu lassen. Es geschah.
In der Vase fand ich nichts vor, als den Drang der Schwere und einige dumpfe Sehnsucht, die sich als chemische Verwandtschaft aussprach.

Als ich aber in das andere Ding gedrungen war, wie soll ich mein Erstaunen aussprechen, über Das, was ich dort gewahrte!
übertrifft es doch an Unglaublichkeit alle je ersonnenen Mährchen und Fabeln. Doch will ich es erzählen, auf die Gefahr hin, keinen Glauben zu finden. In diesem Dinge also, oder vielmehr in dessen oberem Ende, Kopf genannt, welches von Aussen gesehen, ein Ding wie alle andern, im Raum begränzt, schwer u. s. w. ist, fand ich nichts Geringeres vor, als eben — die ganze Welt selbst, mit sammt dem ganzen Raum, in welchem das Alles ist, und der ganzen Zeit, in der sich das Alles bewegt nebst Allem endlich, was beide füllt, in seiner ganzen Bunt- schäckigkeit und Zahllosigkeit: ja, was das Tollste ist, mich selbst fand ich darin herumspazierend! —

,,Und so steckt es wirklich und wahrhaftig in diesem Dinge, das nicht grösser ist, als ein Kohlkopf, und welches gelegentlich der Scharfrichter abschlägt, mit einem Hieb, wo dann plötzlich Dunkelheit und Nacht jene Welt bedeckt: und sie wäre dann weg, wucherten nicht jene Dinge, wie die Pilze, so dass ihrer stets genug sind, die ins Nichts versinkende Welt wieder aufzufangen, so dass sie von ihnen stets, wie ein Ball, im Schweben erhalten wird, als eine Allen gemeinsame Vorstellung, deren Gemeinsamkeit sie durch das Wort Objektivität ausdrücken.

„Mir ward dabei etwa so zu Muthe, wie dem Ardschima, als Krischna sich ihm in seiner währen Gottgestalt zeigte, mit hunderttausend Armen und Augen und Mäulern, u. s. w., u. s. w.**